Hartz IV-Hungerstreik: Jobcenter kommentiert zynisch

Theodor Marloth 12.11.2012

Der Arbeitslose Ralph Boes hungert seit 12 Tagen. Der von den Jobcenter-Bürokraten gegängelte Mann von der Initiative ‚Bedingungsloses Grundeinkommen‘ macht Ernst mit seinen politischen Forderungen. Vom Jobcenter unter Druck gesetzt, minderqualifizierte Tätigkeiten anzunehmen, tritt er in den Hungerstreik. Die Behörde will mal „abwarten“. Alle reden von Freiheit -aber für Millionen von Menschen in unserem Land ist sie schon so gut wie abgeschafft. Die sich „Liberale“ schimpfen, sehen Freiheit -ganz orwellianisch gedacht- als Freiheit vom Steuernzahlen.

Das von den H4-Schindern außer Kraft gesetzte Grundrecht auf freie Berufswahl soll auch hochqualifizierte Arbeitslose in 7-Euro-Callcenter-Jobs pressen, wenn nicht gleich in Ein-Euro-Straßenfeger-Zwangsarbeit. Dagegen wendet sich Ralph Boes vehement:

„Ab heute widerstehe ich offen jeder staatlichen Zumutung, ein mir unsinnig erscheinendes Arbeitsangebot anzunehmen oder unsinnige, vom Amt mir auferlegte Regeln zu befolgen. Auch die durch die Wirklichkeit längst als illusorisch erwiesene Fixierung auf „Erwerbsarbeit“ lehne ich in jeder Weise ab.
Ich beanspruche ein unbedingtes Recht auf ein freies, selbstbestimmtes Leben, welches ich einer von mir selbst gewählten, mir selbst sinnvoll erscheinenden und mir nicht von außen vorgeschriebenen Tätigkeit widmen darf – auch wenn ich durch die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse gezwungen bin, dafür Hartz IV in Anspruch zu nehmen.
Ich spreche jede Arbeit heilig, die aus einem inneren ernsten Anliegen eines Menschen folgt
– unabhängig davon, ob sie sich äußerlich oder innerlich vollzieht
– und unabhängig davon, ob sie einen „Erwerb“ ermöglicht oder nicht!
Eine Gesellschaft, die nur auf Erwerbsarbeit setzt, schaufelt sich ihr eigenes Grab, weil sie die wesentlich ursprünglicheren und bedeutenderen (!) seelischen und geistigen Antriebe zur Arbeit missachtet und schon das Denken der Mutter über die Erziehung ihrer Kinder, nicht weniger die Arbeit eines Menschen, der in Liebe einen hilfsbedürftigen Freund oder Angehörigen pflegt, noch unter das Produzieren und Verkaufen von Klopapier und Gummibärchen stellt!“

Ralph Boes: „Die Menschenwürde ist unantastbar -Brandbrief eines entschiedenen Bürgers“ (mehr…)

Alle Menschen, denen unsere Grundrechte am Herzen liegen, sind aufgefordert, eine Erklärung zu unterzeichnen. Der Aktivist Ralph Boes strebt an, das in jeder Weise grundgesetzwidrige Sanktionssystem in Hartz IV über eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe zu stoppen: Er will einen dafür notwendigen Präzedenzfall schaffen, indem er sich selbst offen in die Schusslinie aller Sanktionen stellt. Ein offener Brief an den Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und an die für ihn zuständigen Obrigkeiten in den Arbeitsämtern, der das Spannungsfeld herstellt, wurde auf den Weg gebracht.

Jobcenter scheinen dem Einzelnen oft wie übermächtige, gesichtslose Machtmaschinen, doch sie verlieren immer öfter, wenn sich Betroffene organisieren und zur Wehr setzen. Vielleicht kann der öffentliche Druck auch in diesem Fall etwas bewegen -eine traurige Zuspitzung, denn ein Hungerstreik ist mit erheblichen gesundheitlichen Gefahren verbunden. Aber das Agieren des Hartz-IV-Regimes ist das auch: So werden oft aus Betroffenensicht medizinisch notwendige Hilfsgüter nicht bezahlt -der Hungerstreik ist hier Kampf ums Überleben.

Ralph Boes ist nicht allein, andere verfochten ihre Rechte vor ihm mit diesem Mittel: Der Hungerstreik kann sich dabei einfach gegen die Kürzung der Bezüge wenden oder gegen skandalöse Schnüffelpraxis im Liebesleben des Hartz-IV-Schikanierten: Aus dem intimen Verhalten leitet das Amt Forderungen an mögliche Partner/innen ab und sieht sich daher befugt, auf voyeuristische Weise in die Privatsphäre ihrer Klienten einzubrechen -von der Überwachung seiner Kritiker zu schweigen.

Hungerstreiks für Privatsphäre und Menschenwürde

Am 18.04.2012 hatte der 52jährige Hartz IV-Betroffene Michael E. seinen politischen Hungerstreik gegen die Unterstellung einer „eheähnlichen Partnerschaft“ mit seiner WG-Mitbewohnerin erfolgreich beendet -das Jobcenter hatte ihm das Essensgeld gestrichen und wollte die Untermieterin dafür in Haftung nehmen. Die Website Gegen-Hartz.de dokumentierte, wie das Jobcenter Herrn E. die kompletten Leistungen als „Sanktion“ strich und eine Bedarfsgemeinschaft unterstellte, obwohl mit der Mitbewohnerin nur ein Untermietverhältnis bestand. Nach einem Gespräch mit dem „Teamleiter“ des Jobcenter Speyer wurde die Wohngemeinschaft zugegeben -das Schnüffeln in fremden Betten hatte sich nicht ausgezahlt. Das kleinlaute Fazit des Jobcenters damals:

„Herr E. wohnt mit Frau X in einer Wohngemeinschaft. Es handelt sich nicht um eine eheähnliche Gemeinschaft. Jeder hat ein Zimmer, ein drittes Zimmer ist ein Gemeinschaftsraum, der mal zusammen, mal auch alleine genutzt wird. Die Küche und Bad sind zur gemeinsamen Benutzung. Jeder wirtschaftet und sorgt für sich selbst. Jeder kauft für sich ein. Herr XXX erhält von seiner Mitbewohnerin keinerlei Unterstützung (und hat auch keinen Anspruch darauf).“

Die falsche Unterstellung einer Liebesbeziehung und die zynisch darauf folgende Streichung der letzten schmalen Geldbezüge -bis zum Hungernlassen- ist ein Skandal. Der größere Skandal ist jedoch, dass eine menschenverachtende Sozialpolitik Bedingungen geschaffen hat, unter denen sich Menschen gegenüber den Apparatschiks eines bürokratischen Regimes über ihre intimsten Beziehungen rechtfertigen müssen. Wie tief muss eine Gesellschaft gesunken sein, die um ein paar Euros weniger an Bedürftige zahlen zu können, zu solch totalitären Eingriffen in die Privatsphäre greift? Wie verbrecherisch und korrupt muss ein politisches Establishment sein, dass so etwas organisiert und gleichzeitig die Steuergelder an Reiche und Superreiche mit beiden Händen austeilt? Steuerhinterzieher werden geschont, ihre mangelnde Verfolgung als „Standortfaktor“ zur lokalen Ansiedlung reicher Schmarotzer angepriesen, H4-Opfer werden gehetzt wie Verbrecher. Ein bedingungsloses Grundeinkommen erscheint heute vielen Gegängelten als beste und naheliegendste Lösung, auch wenn gelahrte und privilegierte Professoren daran zu mäkeln haben -von denen hat kaum einer jemals die Drangsalierungen und die Unfreiheit eines H4-Opfers kennengelernt.

Der Hungerstreik ist das klassische letzte Kampfmittel der politischen Gefangenen in totalitären Unrechtsregimen, in KZs, Gulags und Guantanamos dieser Welt. Politische Gefangene in den eigenen vier Wänden sind die Hartz-IV-Opfer heute in unserem Land. Verfolgt sind sie von einer Sozialpolitik, die diesen Namen nicht mehr verdient. Davon erfährt der Normalbürger wenig oder nichts, wenn er nicht zu den Betroffenen zählt. Wir alle sind heute Medien ausgesetzt, die sich nur noch den Mächtigen und Wohlhabenden verpflichtet fühlen -und keineswegs den Menschenrechten, umgeben sind wir von einer Unkultur der zynischen Menschenverachtung, die aus dem Begriff „Opfer“ ein Schimpfwort machen will. Sie blickt auf die Ausgeschlossenen herab, nennt sie Abschaum -aber das ist sie selbst, unsere Herrscherklasse, die sich „Elite“ nennen lässt: Die Macht- und Geldelite ist heute moralischer Abschaum, der sich feige an den Schwächsten vergreift, sie auspresst und sich mit unserem Geld die Taschen vollstopft. Wenn „Elite“ zum Schimpfwort wird, haben diese Damen und Herren sich das selbst zuzuschreiben.

Nachtrag:

Viele Blogger solidarisieren sich mit Ralph Boes, etwa MenschBleiben, und üble Kommentare hier, die in stupider Stammtisch-Manier von Faulheit lamentieren, widerlegt Boes leichthin, der laut Pressebericht im ND (danke an den Kommentar mit Link) eher beängstigend hyperaktiv für seine politischen Ziele kämpft.

Er ist demnach Mitbegründer der Bürgerinitiative Grundeinkommen, machte sich einen Namen als Redner, tourte durch die ganze Republik, obwohl er das eigentlich nicht darf, wie er betont. »Schließlich gilt für Hartz-IV-Bezieher die Residenzpflicht.« Ohne vorheriges Okay des Jobcenters dürfen Langzeitarbeitslose ihre Stadt oder den Landkreis nicht verlassen. Trotzdem reist Ralph Boes und hält Vorträge. Mal vor MLPD-Mitgliedern (Marxistisch-Leninistische PD), mal vor Unternehmerverbänden. Selbst die staatliche Bundeszentrale für politische Bildung engagierte ihn mehrfach. Bei der Bundestagswahl 2009 holte er als Kandidat im Wahlkreis Berlin-Mitte 1,8 Prozent, mehr als damals noch die Piraten. Seine Kampagne bestand einzig aus der Forderung nach einem Bedingungslosen Grundeinkommen, sein Slogan: Sei gut, wähl Boes! An Kreativität, Einsatz und politischem Realitätssinn fehlt es ihm also nicht (wieviele politische Gruppen plagen sich jahrzehntelang, ohne je die 1%-Marke zu erreichen). Nur einmal gab er versehentlich einer zweifelhaften Website ein Interview: Alpenparlament.tv ist ein rechtes Portal und noch heute halten ihm das Kritiker vor, obwohl er beteuert: „Selbstverständlich bin ich kein Rechter„. In seinen Vorträgen plädiert Ralph Boes für einen neuen Arbeitsbegriff: „Ich spreche jede Arbeit heilig, die aus einem inneren ernsten Anliegen eines Menschen kommt. Unabhängig davon, ob sie einen Erwerb ermöglicht oder nicht“ (aber unbedingt religiös will er auch nicht verstanden werden). Soviel dazu im ND (Neues Deutschland).

Der Arbeitsbegriff von Ralph Boes klingt vernünftig für eine Wirtschaft, die durch Maschineneinsatz einfach nicht mehr genug Arbeitsplätze für alle anbieten kann -obwohl horrende Teile des Erarbeiteten exportiert werden und der Erlös in den Taschen weniger reicher Schmarotzer landet.

35 Gedanken zu “Hartz IV-Hungerstreik: Jobcenter kommentiert zynisch

  1. Diese Aktion hätte Sinn, wenn den Behörden ein Menschenleben noch etwas wert wäre. Der Politik und ihren Bürokratenbütteln ist aber ein Menschenleben nichts wert. Ansonsten gäbe es diese Hartz IV Euthanasie Maschine nicht. Diese (Un)Menschen hören erst mit der Quälerei und dem Töten von Menschen auf, wenn sie selber direkt die Konsequenzen für ihr Handeln erfahren würden; ich bin gegen Gewalt, aber die Situation bei Hartz IV wäre meiner Meinung eine gerechtfertigte Selbstverteidigung.

    • Das ist sicherlich ungerecht für die Mehrheit der Behördenmitarbeiter -vielleicht waren viele vorher selbst Hartzer, auf jeden Fall bibbern sie auch vor dem Jobverlust. Wenn einige dabei sind, die ihre Klienten unfair und zynisch behandeln, ist angemessene Gegenwehr sicher angebracht: Zur Ordnung rufen, auch Anschreien vielleicht, um dem Ärger Luft zu machen, Dienstaufsichtsbeschwerde, Klage. Ansonsten: Organisiert euch! Die nächste Wahl kommt bestimmt -Thema wach halten, Normalos informieren -auch mal provozieren, wie Ralph Boes ist sicher eine gute Idee.

  2. „Das von den H4-Schindern außer Kraft gesetzte Grundrecht auf freie Berufswahl soll auch hochqualifizierte Arbeitslose in 7-Euro-Callcenter-Jobs pressen, wenn nicht gleich in Ein-Euro-Straßenfeger-Zwangsarbeit. “

    Oha, da kommt ja massivster Klassen- und Standesdünkel zum Ausdruck. Welch Skandal, „auch“ ein „Hochqualifizierter“ wird genau so (schlecht) von den Staatsbürokraten behandelt wie jeder andere Arbeitslose auch. Dabei hat man sich als „Hochqualifizierter“ – im Gegensatz zu allen anderen – doch ein Menschenrecht auf Luxus und angenehme Beschäftigungsverhältnisse verdient!

    • Nein, kein Dünkel sondern Vernunft! Eine Gesellschaft sollte die vorhandene Qualifikation ihrer Mitmenschen nutzen, nicht verkommen lassen. Heute hocken viel zuviele Inkompetente auf ihren via Seilschaft ergatterten Posten, während man kompetente, die von unten kommen, Steine kloppen lässt -und wenn sich jemand darüber aufregt, heißt es: „Standesdünkel! Soll der doch auch mal Drecksarbeit machen!“

    • Da kann man nur ja sagen -wer sich durch Abi und Studium quält, hat vielleicht wirklich bessere Jobs verdient, als der, der nur Party macht. Aber du hast recht, wenn due darauf ansoielst: die Chancen, Abi und Master zu machen sind ungerecht verteilt. Doch das akademische Lumpenproletariat rekrutiert sich nicht aus denen, die auf der Butterseite geboren wurden -sondern aus den anderen, ohne Vitamin-B!
      Deine Anti-Dünkel-Strafaktion trifft also genau die Falschen.
      Merke: Erst denken, dann henken!

  3. Das ist kein Hungerstreik… Zu einem Hungerstreik gehört der eigene Wille durch Hunger sein Recht durchzusetzen. Bei Ralph Boes entsteht der Hunger jedoch durch Entzug von Zuwendungen um seinen Willen zu beugen. Das ist etwas völlig anderes und verstößt zudem gegen die Menschenrechte und die freie Selbstbestimmung.

  4. Wir reduzieren zu sehr auf Deutschland. Von den sogenannten „Herrschenden“, an der Zahl ca. 500 Familien weltweit, hatten beschlossen, 2/3 der jetztig lebenden Menschheit zu eliminieren. Verbreitet an Menschen, die in Politik und Wirtschaft arbeiten, begann diese Idee Gestalt anzunehmen. Daraus resultieren enorme Anstrengungen einzelner Staaten, diese Idee umzusetzen. Unsere EU-Verwaltung trägt ihr Süppchen dazu bei. Unser Gesetzgeber handelt entsprechend. So sind in den letzten zig-Jahren unsäglich viele und untragbare Gesetze, Verordnungen – was auch immer noch alles – vor allem auch Urteile „im Namen des Volkes“ – entstanden. Wir, der Souverän, haben viel zu lange gepennt. Wir müssen uns erheben. HEUTE! JETZT! ALLE! Ja, alle 82 Mio Deutsche. Die Zu- und Umstände um Herrn Boes herum müssen in die Medien, auf die Straße, in Universitäten und Schulen diskutiert, in Demos aktuell zur Sprache gebracht werden. Traut Euch! 82 Mio Menschen verurteilen? Denn man tau, sagen die Norddeutschen – ein absolut hirnrissiges Unterfangen.

  5. Es ist keine „Aktion“ und Ralph befindet sich nicht im (der Definition nach >freiwilligen<) HungerSTREIK sondern hat nach Total- Sanktion schlichtweg kein Geld, sich etwas zum Essen zu kaufen!

  6. In meinen Augen ist der Typ einfach nur ein asozialer elender Schmarotzer. Die Solidargemeinschaft soll für ihn blechen, weil er sich zu fein ist, morgens seinen Hintern aus dem Bett zu bewegen. Wenn er wirklich so hochqualifiziert und superintelligent ist, dann hätte er auch Arbeit – sei es als Angestellter oder als Selbständiger mit einer pfiffigen Idee. Von mir aus soll der Typ hungern bis er schwarz wird.

    • Du bist doch Angestellter im Job Center!

      Vorsicht sag ich da nur! In Neuss hat es einer deiner Job Center Iditoten auf die Spitze getrieben und nun ist eine Mitarbeiterin deswegen zu Tode gekommen.

    • Tja, lieber Frank, Deine „Solidargemeinschaft“ ist inzwischen leider eine Entrechtungs- und Ausbeuterschutzgemeinschaft geworden. Und wie im jetzt überarbeiteten Artikel dokumentiert ist, ist „der Typ“ weit fleißiger und aktiver als viele ach so hochqualifizierte superintelligente Angestellte oder Selbständige mit pfiffigen Ideen wie ein Furz-App fürs EiPhon, die auch gleich den nächsten McDonald anzeigt usw. … und er ist mutig: Sich dem dümmlichen Stammtisch-Gesülze der hirnamputierten Normalos zu stellen -Hut ab!

    • So eine Aussage Frank kann nur von jemanden kommen der eben nicht intelligent ist und der vorallem blind ist denn sonst würde er sehen was hier in unserem Land geschieht.Schmarotzer???Voll unpassend denn auch Herr Boes hat lange Zeit ins sogenannte Sozialabgabensysthem eingezahlt um sich dann wenn er Hilfe braucht dafür schämen zu sollen und sich menschenunwürdig behandeln lassen zu müssen???Ich bin entsetzt über soviel Frechheit die dieser Frank hier von sich gibt.Schäme mich das wir solche Bürger in unserem Land haben

    • Kommentare wie deine, sollten gar nicht erst veröffentlicht werden.Bald wird es auch dich treffen und dann überlegst du zweimal, bevor du so einen Schwachsinn von dir gibst.

      • Ein wenig die falsche Richtung, lasse ihn doch so schreiben, wenn es Schwachsinn sein sollte, so wird es keinen Schaden anrichten. Da mit auf „zu tode gekommen“ hinzuweisen hat dieselbe Qualität wie der Kommentar. Nur wenn jemand etwas schreibt, sei es Objetiv oder Subjetiv, richtig oder falsch sollte es nicht verboten werden. Es besteht die Gefahr das mensch dann nicht besser ist als das verbotene. Das abzulehnende ist allerdings wenn die ARGE Mitarbeiter als das Elend der Gesellschaft dargestellt werden. Die sind in der selben Situation wie jeder Lohnabhängige. Sind sie nicht wie sie sind sind sie Ihren Job los. Warum solle die gerade Revolutionäre sein wenn es nicht einmal „normale“ GewerkschafterInnen oder HarztIV Empfänger sind. Das Kapital ist der Gegenr für Lohnabhängiger( mit Ausbeuter oder ohne)
        Bevor losgerasselt wird ich bin HartzIV Empfänger Betonbauer und über 60 Jahre alt.

  7. ich finde das macht er super sicherlich hat er kein geld mehr weil ihn das jobcenter gekürzt hat aber was soll das????jeder mitarbeiter des jobcenters verstösst so gegen das grundgesetzt.Und es is doch richtig was herr boes sagt,das man in massnahmen gezwungen wird,in ein euro scheisse und mehr haben die dort nicht.Es ist doch alles nich mehr normal.Und genug leute bekommen aufstockend hartz4 das sollte man nie aus den augen verlieren obwohl sie den ganzen monat schwer maluchen gehen.WEG MIT HARTZ4 UND WEG MIT DEN SANKTIONEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  8. So ein Unsinn. Natürlich gibt es ein Recht auf freie Berufswahl. Aber nicht auf Kosten der arbeitenden Steuerzahler. Denkt dieser Hungerleider, daß allen Steuerzahlern ihre Arbeit jeden Tag Freude macht? Gutes Hungern!

    • wenn die Arbeit keine Freude macht und man sich genötigt oder unterdrückt fühlt dann sollte man sich wehren und nicht hier nen kurzen Quatsch schreiben aller Stammtischgelabber und schön weiter sich zum Sklaven machen.Die meisten Hartz 4 Bezieher waren oder sind sogar noch Steuerzahler und müssen sich das nicht gefallen lassen wie man über sie denkt und redet.Ich hoffe sie behalten Ihren Arbeitsplatz denn wenn nicht werden Sie sich schämen diese Aussage gemacht zu haben Andreas.

      • Wie man an einigen Kommentatoren klar erkennen kann, ist die BILD mit ihren vielfach publizierten Vorurteilen
        gegen ALG II-Empfänger leider sehr erfolgreich.
        Das die Realität VOLLKOMMEN anders aussieht, wird von solchen Leuten einfach ignoriert, genauso, wie die Tatsache, dass es JEDEN Arbeitnehmer treffen kann, sei er noch so hoch qualifiziert!
        Vielleicht lesen hanz u. Hr. Moser mal folgendes:
        http://www.welt.de/wirtschaft/article110967487/Hartz-IV-Empfaenger-sind-motiviert-und-engagiert.html

        Das zwischenzeitlich über 1 Mio. von EINDEUTIG verfassungswidrigen Sanktionen betroffen sind, und das
        die viel zitierten Steuerzahler nun ein vielfaches für Sozialgerichtsprozesse zahlen müssen,
        die zudem über 50% erfolgreich für die zur Klage GEZWUNGENEN ALG II-Empfänger verlaufen,
        wird dabei natürlich auch außer acht gelassen.

        Allein diese einzusparenden Gerichtskosten und die Kosten der “Job”center, würden bereits einen Großteil
        des bedingungslosen Grundeinkommens decken. Auch die Diskussionen über Mindestlohn und Altersarmut
        würden damit überflüssig werden.

        ABER, das erfordert, dass man sich von unhaltbaren VORURTEILEN löst, die gesamte wirtschaftliche Entwicklung objektiv betrachtet und letztendlich erkennt, welchen eigentlichen Zweck das in großen Teilen verfassungswidrige SGB II eigentlich erfüllen soll und WER es geschaffen hat und das es JEDEN Arbeitnehmer betrifft!

        Ich verstehe Herrn Boes nur all zu gut und freue mich, dass er mit dieser aufgezwungenen Aktion im Interesse aller Betroffener, auch ab und zu mal in den Medien auftaucht.

        Daher sollten sich diese “Herrschaften” auch nicht darüber wundern, das der Zulauf zu “Den Linken”
        immer größer wird, denn sie sind die Einzigen, die von Anbeginn den Sozialabbau aktiv bekämpfen.

    • Moser, was denkst du wofür der Steuerzahler alles zahlt? Ein Milliardär bekommt jedes Jahr nur durch Zinsen den Wert von 50 Eigenheimen aufs Konto. Das musst du Blindschleiche über die in die Preise (20 bis 80 % Zinsen) bezahlen. Ein Hartzer ist ein durch Technik und Rationalisierung aus dem Arbeistmarkt ausgestoßener – stell mal paar Gehirnschrauben nach – und erbreche hier nicht deine RTL 2 und FDP Parolen ohne nachzudenken.
      Aber es gibt ja auch noch die Alternative von KZs und Arbeitslagern. Oder der gelben Sterne auf der Jacke mit der Aufschrift – Ich bin ein faules Hartz 4 Schwein.

    • Wie du schon schreibst: Freie Berufswahl!
      Wenn deine Arbeit Dir keine Freude macht, bist du vielleicht zu blöd für deinen Job.
      Kündige und geh 1-Euro-Jobben und mach Deinen Platz frei für jemand anderes, der es besser kann!
      (Scherz -aber der macht doch scheinbar einen guten Job im Kampf gegen H4, also was willst du? Nur weil keine Blutsauger da ist, der ihn beazhlt, um sich daran reich zu machen soll seine Arbeit weniger wert sein? Unsinn!)

  9. Wie man an einigen Kommentatoren klar erkennen kann, ist die BILD mit ihren vielfach publizierten Vorurteilen
    gegen ALG II-Empfänger leider sehr erfolgreich.
    Das die Realität VOLLKOMMEN anders aussieht, wird von solchen Leuten einfach ignoriert, genauso, wie die Tatsache, dass es JEDEN Arbeitnehmer treffen kann, sei er noch so hoch qualifiziert!
    Vielleicht lesen hanz u. Hr. Moser mal folgendes:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article110967487/Hartz-IV-Empfaenger-sind-motiviert-und-engagiert.html

    Das zwischenzeitlich über 1 Mio. von EINDEUTIG verfassungswidrigen Sanktionen betroffen sind, und das
    die viel zitierten Steuerzahler nun ein vielfaches für Sozialgerichtsprozesse zahlen müssen,
    die zudem über 50% erfolgreich für die zur Klage GEZWUNGENEN ALG II-Empfänger verlaufen,
    wird dabei natürlich auch außer acht gelassen.

    Allein diese einzusparenden Gerichtskosten und die Kosten der „Job“center, würden bereits einen Großteil
    des bedingungslosen Grundeinkommens decken. Auch die Diskussionen über Mindestlohn und Altersarmut
    würden damit überflüssig werden.

    ABER, das erfordert, dass man sich von unhaltbaren VORURTEILEN löst, die gesamte wirtschaftliche Entwicklung
    objektiv betrachtet und letztendlich erkennt, welchen eigentlichen Zweck das in großen Teilen verfassungswidrige SGB II eigentlich erfüllen soll und WER es geschaffen hat und das es JEDEN Arbeitnehmer betrifft!

    Ich verstehe Herrn Boes nur all zu gut und freue mich, dass er mit dieser aufgezwungenen Aktion im Interesse
    aller Betroffener, auch ab und zu mal in den Medien auftaucht.

    Daher sollten sich diese „Herrschaften“ auch nicht darüber wundern, das der Zulauf zu „Den Linken“
    immer größer wird, denn sie sind die Einzigen, die von Anbeginn den Sozialabbau aktiv bekämpfen.

  10. Ich wünsche RALPH BOES alles Gute und hoffe, dass seine Aktion Erfolg hat.

    Hier sind zwei Diskussionsthreads zu den Themen “Leben von/mit Hartz IV – vom Staat so gewollt” und “Hartz IV vs prekäre Niedriglohnjobs”.
    Zum Mitdiskutieren ist KEINE Anmeldung/Registrierung erforderlich:

    http://www.hilferuf.de/forum/finanzen/148004-der-staat-will-dass-man-von-ihm-lebt-tun-wir-ihm-doch-den-gefallen.html

    http://www.hilferuf.de/forum/beruf/149464-hartz-iv-vs-prekaere-niedriglohnjobs.html

    Ein kleiner Auszug als Appetitanreger:

    DER STAAT WILL, DASS MAN VON IHM LEBT – TUN WIR IHM DOCH DEN GEFALLEN!

    Arbeit wird nicht geschätzt, sondern bestraft. Nicht-arbeitende H4-Empfänger sind heute oft besser dran als Niedriglöhner. Sie erhalten Bildungspakete, Sozialtickets und andere Vergünstigungen, die den Niedriglöhnern versagt bleiben, auch wenn sie weniger als H4 verdienen. Man bestraft also den Arbeitnehmer UND AUCH SEINE FAMILIE! Wer kann, sollte sich LIEBER für GELD FÜRS NICHTSTUN als für einen prekären Job entscheiden. Ein SCHLECHTES GEWISSEN (“Wenn das jeder täte”) ist absolut UNNÖTIG, denn durch die Verweigerung eines Mindestlohns und intensive Förderung von Niedriglohn, Leiharbeit und Aufstockerei zeigt der Staat ja, dass er will, dass man von ihm lebt. Wenn ich mir mein Personal vom Staat bezahlen lassen kann, müsste ich ja dumm sein, das nicht auszunutzen und freiwillig selbst mehr zu zahlen. D. H., MAN LEBT VOM STAAT, OB MAN ARBEITET ODER NICHT! Und Geld, das der Bürger nicht nimmt, wird nur VERGEUDET (simulierter Supermarkt mit Plastikobst, wo H4-ler einkaufen üben sollen, unnötige Bauprojekte). Die 2 Fragen an Arbeitslose mit Kindern “Was kannst du den Kindern bieten, und welches Vorbild bist du?” sind leicht zu beantworten. Zur Frage des Vorbilds: Man ist den Kindern das Vorbild, das einem der Staat ist, und wenn der einen spüren lässt, dass Arbeit etwas Schlechtes ist, gibt man das eben an die Kinder weiter. Im Gegenteil: Jeden Euro, den der Staat den Bürgern zahlen muss, kann er nicht mehr vergeuden! NICHTSTUN KANN ALSO VIEL SOZIALER ALS ARBEITEN SEIN!

    H4/ Niedriglohn ist NICHT nur Sache von Minderqualifizierten:
    Ingenieure und Universitätsprofessoren finden keinen Job oder werden nur zeitlich begrenzt angestellt (FACHKRÄFTEMANGEL? BESSERE BILDUNG? – UNSINN!), oder sie werden gezwungen, statt ihre Fähigkeiten zu nutzen, an UNSINNIGEN, TEUREN Maßnahmen teilzunehmen (z. B. mit Kindern Papierflugzeuge falten). Dem Staat ist NICHT WICHTIG, ob man SINNVOLL arbeitet und FAIR bezahlt wird, sondern nur, dass die STATISTIK gut ist.

    Und wer ständig auf H4-Empfängern herumhackt:

    1. Ein zuhause sitzender H4-Empfänger kommt den Steuerzahler BILLIGER als einer in einer Statistik-Schönungs-Maßnahme, die der BÜRGER neben H4 noch MITFINANZIEREN muss. Wer H4 bezieht, sorgt dafür, dass der Staat wenigstens dieses Geld nicht vergeudet.

    2. Aufstocker LEBEN TROTZ ARBEIT GEZWUNGENERMASSEN ebenfalls vom STEUERZAHLER (und bekommen oft weniger als H4). Wenn es in Zukunft nur noch Aufstocker gibt, bricht das soziale Netz genauso zusammen, wie wenn alle H4-Empfänger untätig zuhause sitzen würden.

    3. Ein Zeitarbeiter hat ständig Angst um die Wohnung (oder ob er überhaupt eine findet), ein H4-Empfänger bekommt sie vom Staat (wichtig, wenn man Kinder hat).

    4. “Selbstwertgefühl durch Arbeit”:
    a) Alleine davon kann man auch nicht leben.
    b) Das Selbstwertgefühl eines ausgebeuteten Zeitarbeiters mit ungewisser Zukunft ist wohl nicht allzu hoch.
    c) Oft will der Staat ja gar nicht, dass man in seinem gelernten Job oder sonst irgendwie sinnvoll arbeitet.

    Schon wahr: Wenn Arbeit nicht gewünscht ist und sogar bestraft wird, ist man besser ein glücklicher Arbeitsloser als ein unglücklicher Arbeitnehmer. Macht euer Selbstwertgefühl also NICHT an Arbeit fest, sondern an eurem Wissen, euren Fähigkeiten (wenn ihr sie nicht einsetzen könnt, ist das oft ja nicht eure Schuld) und BESONDERS an eurer MENSCHENWÜRDE, die schon im GRUNDGESETZ verankert ist.

  11. Grundfsätzlich ist jeder Bürger Steuerzahler, in irgendeiner Form zahlt er steuern und sei es Mehrwertsteuer wenn er sich Mumm Champangener kauft, oder Käse bei ALDI. Auch ist es bedenklich zu behaupten das selbstbestimmt gelebt werden könnte. Dazu sollte erst einmal Konsens über Selbstbestimmung erzielt werden. Es ist mir zuwenig wenn es um das „Gutemenschentum“ geht. Es scheint nicht die Zeit zu sein in der etwa ein Aufstand gegen die Verhältnisse organisiert werden kann. Das Elend muss erst noch vorankommen.

  12. Wir alle können etwas tun, damit das menschenverachtende Sanktionieren aufhört.

    Wir können unsere Arbeit und Konsum und Steuerzahlermöglichkeit einschränken oder verändern.
    Einfach aus Prinzip, weil wir Bürger sind und die Aussetzung unseres Grundgesetzes realiter nicht dulden.

    Wir können das überall mit der wirksamen Geschichte von Ralph und den vielen anderen (Torsten Büscher aus Peine, den Hungertoten, den Kapitalismusverweigern, die auf Camps und Bauwagenplätzen leben, den Politikern und Juristen, die das ergreifen und den demokratischen Unternehmen und Geldsystemreformern, den über alle Grenzen Solidarischen) verbinden.

    Solange in diesem Land menschenverachtend mit einer (wachsenden) Gruppe von Menschen (Niedriglohn, HartzIV, prekär Selbständig etc.) umgegangen wird, bin auch ICH als Bürger betroffen – meine erste Pflicht ist es, dem Einhalt zu gebieten durch meine Unterstützung und jegliches Übergehen zur Tagesordnung erfolgt erst sekundär und nach meinem SInn und meinen Fähigkeiten für die „Allgemeinheit“.

    Eine Allgemeinheit, die Freunde von mir wie Ralph Boes als „faule Socken“ darstellt oder die „faule Socken, Nicht-Gehorchende“ usw. prinzipiell umerziehen oder stigmatisieren und ggf. sogar durch unterlassen töten will, verdient nicht einen Funken meines Mitwirkens und meines Respekts.
    Repsekt verdient der lernfähige Einzelmensch als Person, der meine Würde genauso anerkennt wie ich seine.
    Mein Fokus ist verstärkt konstruktiv (BGE, Ehrenamt, Geldverdienen, Schenken), wenn das Grundklima stimmt, mein Fokus ist verstärkt rebellisch (Marketing für Boes und Co., eigene trotzige Absagen und Verweierungen), wenn das Grundklima eben nicht stimmt.
    So kann JEDER wirklich etwas tun – mit oder ohne diese Aktion von Ralph Boes. Es gibt auch tausend andere Möglichkeiten, sich untereinander und vertretbar für die Menscheheit zu solidarisieren.

  13. In Bahnen, auf Straßen mit Kreide, Handzettel vor den Jobcentern, bei Jobmessen, in Emails an Freunde, Kollegen und Bekannte, Massenmails an die REgierenden und die Behördlichen Mitarbeiter, überall informieren. Jeder wie er kann, sich traut oder für angemessen hält. Es geht hier nicht einfach nur um Ralph, sondern um uns alle mit der Frage: in welcher Gesellschaft wollen wir leben?

    Empört Euch! Seht auf die Lösungen! Tut das Naheliegende! Traut Euch!

  14. Ich bin auch dafür, dass H4 abgeschafft wird – aber ersatzlos! So wie es in vielen Ländern der Erde auch ist. Was würde ein Einwohner von Äthopien wohl sagen, wenn er das bekäme (vom Staat), was ein H4-Empfänger bekommt? Es würde sich bedanken und würde vermutlich auch nicht über so ein System schimpfen.

    Und wenn ich die Möglichkeit hätte, über den Einsatz meiner Steuergelder zu entscheiden, wäre der Boes einer der Personen, welche von meinen Steuergeldern nichts bekommen würden.

    Wenn er so leben will, wie er will – o. k. einverstanden – machen viele, aber eben nicht auf Kosten anderer.
    —redaktionelle Anmerkung: die Zulassung dieses zynischen Kommentars war umstritten, weil er grenzwertig hinsichtlich Volksverhetzung und Aufruf zu schweren Gewaltverbrechen ist: selbstverständlich deckt das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ein Anrecht auf Nahrung, Kleidung und Wohnen ab (vom weitergehenden Recht auf kulturelle Teilhabe mal abgesehen!). Wer andere dem Hunger- und Kältetod ausliefert ist ein Mörder (durch Unterlassung), genauso wie einer, der dem Ertinkenden keinen Rettungsring zu wirft oder dem Verblutenden seine Krawatte zum Abbinden verweigert. Frau R. M. hat damit eine ethische Grenze auf eine Weise überschritten, die nicht tolerierbar ist. Wir publizieren ihren Kommentar nur unter diesem Vorbehalt als Dokumentation dafür, wie weit die Verrohung und Entmenschlichung „normaler“ Bürgerinnen heute bereits getrieben wurde. Besonders zynisch ist der Verweis auf Menschen in der ausgebeuteten Welt des Südens, um ihre mordlüsternen Beschimpfungen und Pöbeleien zu „rechtfertigen“. Sollte Frau M. einmal verblutend im Straßengraben liegen, könnte man ihr mit dem Hinweis „in Afrika verbluten ja auch viele Menschen“ nach ihrer eigenen Ideologie jede Hilfe verweigern (wozu wir hier ausdrücklich niemanden auffordern -im gegenteil: helft dieser Frau, wo immer ihr könnt, ihre bestialische Einstellung zu überwinden).

    • Sehr schön diese redaktionelle Anmerkung unter den Kommentar zu setzen, welcher mich an ein aufgezeichnetes (Radio?-) Telefongespräch via You Tube erinnert wo einen ähnlich gestrickte „Dame“ (kommt das eigentlich von dämlich ?) die einen zuviel über den Durst getrunken hatte und völlig taub für die Argumente des Moderators war, ein immer gleich klingendes Liebes-Lamenti über den im Starnberger See fast ertrunkenen Neo-Ludwig von und zu Guttenberg abließ, der dann seinerzeit beherzt in Richtung Brüssel davonschwamm.
      Es ist nicht notwendigerweise Verrohung die den Bildzeitungszynismus vorantreibt, sondern oft die komplette Verleugnung u. Projektion der eigenen beklagenswerten Umstände,die innere Frustration u. Wut darüber einerseits dem Hamsterrad gnadenlos ausgeliefert zu sein und andererseits die forcierte
      Schizoidität sich darüber zu definieren und vom Gegenüber genauso zu verlangen – ansonsten müsste man über seine Situation und entspr. Defizite ernsthaft nachdenken und man käme zum Schluss, dass die ordentlich gemachten Haare, das streng fusselfrei gehaltenen Kostümchen sowie das halbwegs ausreichende Einkommen noch lange keine „anständigen Menschen“ hervorbringt…

  15. wer glaubt das hartz4 eine soziale hängematte ist, soll halt in hartz4 gehen. nur zu behaupten was h4 bezieher vom staat extra bekommen ( gez befr. gutscheine etc.) hat keine ahnung. die kleinste unachtsamkeit oder falsches kreuz kann sanktionen bedeuten. im übrigen haben h4 empfänger keinen anspruch auf einen regenschirm. naja, das mag nicht so schlimm sein, aber wenn man auch keinen anspruch auf ein haustier hat dass man schon jahre und jahrzente bei sich beherbergt find ich schon, dass dies ein massiver angriff auf die selbstbestimmung ist. ich jedenfalls werde mein tierchen nicht abgeben.
    im übrigen find ich die aktion von h. boes klasse. denn er hat begriffen, dass h4 nichts mit menschenrechten zu tun hat. im gegenteil: hartz4 besteht in erster linie aus erniedrigungen beleidigungen und erpressungen (eingliederungsvereinbarung). wenn ich wüßte, wo sich h4 aktivisten befinden, würde ich mich sicher anschließen.
    hoffe, ich bekomm dann irgendwie bescheid von einem user hier

  16. Schade was aus Deutschland geworden ist. Wir hatten einmal ein freies demokratisches Land. Irgendwie habe ich den Eindruck die Deutschen sind seit der Einführung von Hartz 4 total engstirnig, spießig und verbissen geworden. Dabei weiß jedermann das überall, ja sogar weltweit massenweise Stellen abgebaut werden. Wozu den Hartz-Beziehern noch die Schuld geben? Naja, das wird wohl bald nicht mehr möglich sein.

  17. In einem ehemaligen KZ, eine heutige Mahn und Gedenkstätte las ich in einem dort ausliegendem Buch, wie entrüstet ausnahmslos alle Besucher dort über die von den Nazis verübten Greultaten sind. So stand z.B. da: „Schlimm wozu der Deutsche fähig war“ Mein Kommentar darunter war dieser: „War?, Schlimm, wozu der Deutsche jederzeit wieder fähig wäre, wenn man ihn nur ließe“…..
    Wie auch immer, es ist doch ein Phänomen, wie sich doch für derartige Jobs (bei relativ freier Berufswahl) immer die passenden Leute finden. Ich wüßte genau, dass ich mich weigern würde, einen solchen Job zu verrichten, täte ich es dennoch, weigerte ich mich, derart willkürlich zu arbeiten, wie es sehr sehr viele JC Mitarbeiter aber eben tun, scheinbar sehr genüsslich. Das war in den KZs so, das ist heute in den Jobcentern so. Wenn gleich auch dort , in den JC niemand (durch Gewalt) umkommt (anders schon / z.B. in den Selbstmord getrieben wird, durch Sanktionen in den (Hunger) Tod getrieben wird, psychisch fertig gemacht wird….), wird dem Leistungsempfänger, vergleichbar mit dem System der Nazis, aufs Übelste mitgespielt, die Bedürftigen wie seinerzeit ähnlich mit / bei den Juden gedemütigt und diesen eine zumeist entwürdigende Methodik entgegen geschleudert und wie Aussätzige behandelt. Niemals hat dieses System von Dauer Bestand. Das sollten sich die Mitarbeiter und für dieses Hartz IV System Verantwortliche hinter die Ohren schreiben. Ihr werdet Euch für Euer Handeln zu verantworten haben, das solltest Ihr aus der Geschichte gelernt haben, wenn nicht, holt das schnell nach. Wir sind da, wenn es soweit ist, versprochen.

  18. H4-Bürokraten sollten 1x jährlich einen Monat in einem der von ihnen vermittelten 1-Euro-Jobs arbeiten müssen (zum 1-Euro-Lohn versteht sich). damit sie merken, wie das ist. in welchem Job, sollten aber ihre „Kunden“ bestimmen dürfen.

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