Delftibactin A -Gold aus Bakterien

Galindo Gaznate & Ludwig Virchow 25.02.2013

Warum wächst das Bakterium C. metallidurans ausgerechnet auf Goldkörnern? Australische Wissenschaftler fanden das erstaunliche Bakterium  an zwei Orten Australiens, 3500 Kilometer voneinander entfernt: In New South Wales und im Norden von Queensland. Nun fand sich mit D. acidovorans ein zweites Goldbakterium und die Biochemie der Abscheidung von Goldionen wurde weiter erkundet. Wird die Pfanne der Goldwäscher bald gegen eine Petrischale eingetauscht?

Joe Brugger von der University of Adelaide vermutete 2009, dass Bakterien Gold im felsigen Untergrund lösen könnten. So würden Goldkörner schließlich in andere Erdschichten Australiens gelangen -vielleicht sind die Goldsucher seit jeher Nutznießer derartiger Mikroorganismen. Auch in Boston fand man jetzt Bakterien, die gelöstes Gold in Klümpchen puren Edelmetalls umwandeln können. Angesichts der bei Goldgewinnung üblichen Umweltzerstörungen ist dies ein Silberstreif am Horizont der Edelmetallgewinnung.

Warum machen Keime Nuggets? Die Mikroorganismen schützen sich damit vor der giftigen Wirkung von Gold-Ionen, so jüngst kanadische Forscher im Fachjournal „Nature Chemical Biology„. Eine Gruppe um Nathan Magarvey von der McMaster University Hamilton erforschte das Bakterium Delftia acidovorans, welches als Biofilm auf Gold-Nuggets wächst. Dort ist es zusammen mit dem Bakterium Cupriavidus metallidurans für die beschriebene  Goldionen-Umwandlung verantwortlich. Die beiden Bakterien können damit dort leben, wo es für andere Mikroorganismen zu giftig ist.

In ihrer Studie suchten die Forscher nach einer Erklärung, warum Delftia acidovorans trotz Gold-Ionen überleben kann. Ergebnis: Sie scheiden ein Molekül aus, das die Ionen zu goldenen Nanopartikeln verschmilzt, die nicht mehr als Gift wirken. Die Forscher tauften das Peptid-ähnliche Molekül auf den Namen Delftibactin A:

Delftia acidovorans produces a nonribosomal peptide that creates gold nanoparticles.

Cupriavidus metallidurans besitzt eine erstaunliche Fähigkeit: Es kann giftige Goldverbindungen entgiften wobei in ihrem Inneren Gold entsteht. Im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten die Wissenschaftler über ihre Entdeckung und zeigen auf Bildern die goldenen Nanopartikel im Inneren der Bakterien.

Auch ein Bakterium: E.coli

2009 war es das erste Mal, dass die Beteiligung von Bakterien bei der biochemischen Produktion von Edelmetallen nachgewiesen wurde. Dr. Reith wollte die Bakterien schon bald als Goldsucher einsetzen: „Wir können nun goldspezifische Biosensoren entwickeln, die uns beim Aufspüren von Goldvorkommen helfen.“

Sigmund Freud

Das ist bisher zwar nicht gelungen, aber die Studie aus Boston hat die chemischen Mechanismen genauer darstellen können, die von den Goldbakterien benutzt werden. Heute hinterlässt Goldabbau oft eine verwüstete und mit Cyaniden vergiftete Landschaft.  Sollte das Verständnis der Chemie des Goldes auf mineralogischem Niveau verbessert werden, wäre vielleicht eines Tages eine weniger umweltschädliche Förderung des Edelmetalls möglich. Die Gier nach Geld war für die Psychoanalyse ein Zeichen für anale Fixierungen -ebenso die Angst vor bakteriellen Infektionen. Eine orthodoxe Analyse kostet ungefähr einen Kilobarren Gold. In der Finanzkrise wird die Gier nach Gold angespornt, man verlangt von Krisenländern wie Griechenland und Spanien eine Absenkung der Umweltstandards -auch wenn durch die Goldmarkt-Gambles von George Soros momentan die Preise für Edelmetall sinken.

Beppe Grillo -Movimento 5 Stelle
(Bewegung 5 Sterne):
Kein analer Charakter

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