Finanzierten USA Terror in Venezuela?

Galindo Gaznate 28.04.2013 Flagge Venezuelas

Caracas. Die venezuelanische Polizei hat einen verdächtigen US-Amerikaner festgenommen. Es liegen Beweise vor, nach denen er rechtsextreme Chavez-Gegner mit beträchtlichen Dollar-Summen finanziert haben könnte. Angeblich drehte der Filmer Timothy Hallet Tracy eine Dokumentation über Chavisten und Anti-Chavisten. Doch die Polizei stellte Filmaufzeichnungen sicher, die auf eine Verwicklung von Tracy in Gewalttaten nach den Wahlen hindeuten. Ein Wikileaks-Dokument stützt den Verdacht. 

Andere Wikileaks-Files hatten schon eine Intrige Stratfor-USA gegen Caracas nahegelegt. Der weitgehend unbekannte Filmer Timothy Hallet Tracy war angeblich wegen einer Dokumentation über Chavisten und Anti-Chavisten nach Venezuela gekommen. Doch die Polizei stellte Filmaufzeichnungen sicher, die auf eine Verwicklung von Tracy in die Vorbereitung von Gewalttaten nach den Wahlen hindeuten. Bei von Regierungsgegnern in den Tagen nach der Wahl inszenierten gewalttätigen Unruhen waren auch Gesundheitszentren mit cubanischen Ärzten angegriffen und insgesamt neun Menschen getötet und 78 verletzt worden. Übler Dreckskapitalismus.

Caracas: Anti-Chavisten-Operation „Connexion Abril“

Diese Ausschreitungen nach der Präsidentschaftswahl vom 14.04.2013, die der Chavez-Nachfolger Maduro knapp gewann, wurden möglicherweise aus den USA finanziert, so die jW. Innenminister Miguel Rodríguez Torres in Caracas gab der Presse persönlich die Festnahme des US-Amerikaners Timothy Hallett Tracy bekannt, der am Internationalen Flughafen Maiquetia festgenommen wurde, als er das Land verlassen wollte. Tracy, der über eine geheimdienstliche Ausbildung verfügen soll, habe oppositionellen Jugendgruppen Geldmittel ausländischer NGOs überbracht und diese zu gewaltsamen Aktionen angeleitet. Er habe auch Beziehungen zu regierungsnahen Organisationen geknüpft, offenbar um seine Legende als Dokumentarfilmer zu stützen oder um die Chavisten zu infiltrieren und zu spalten, so Ciudad CCS aus Caracas.

Wikileaks enthüllte CIA-Pläne zur Destabilisierung von Caracas

Der britische Guardian stützt weitgehend die US-Version vom harmlosen plus-dFilmemacher Tracy (auch BP profitierte vor Chavez von der billigen Plünderung des venezuelanischen Erdöls), verweist jedoch auf ein Wikileaks-Dokument der US-Depeschen der US-Embassy Caracas vom 09.11.2006:  Dort wird im Diplomaten-Jargon mit viel Wortgeklingel um die angeblich von Chavez bedrohten Menschenrechte die Unterstützung anti-chavistischer „Bürgerrechtsgruppen“ besprochen -als ob die USA in Lateinamerika je gegen, die von ihnen ganz im Gegenteil meist erst errichteten, Folterdiktaturen vorgegangen wären. Aber an einer Stelle ist dem CIA-Attache offenbar die Wahrheit herausgerutscht, denn die Zwischenüberschrift vor Punkt 9. lautet:  „Penetrate Base/Divide Chavismo“. Etwas seltsam, denn Chavez wurde darin vorgeworfen, Venezuela mit seiner „rhetoric of hate“ zu spalten, die USA wollten nur mit ihren US-Dollars dagegen halten: Diese dort proklamierte Infiltration und Spaltung der Chavisten könnte auch der jetzt inhaftierte Tracy im Sinn gehabt haben. Der venezuelanische Inlandsgeheimdienst SEBIN hatte, so Maduros Minister laut jW, in den vergangenen Monaten gegen ein rechtsgerichtetes Netzwerk ermittelt: Codename »Conexión Abril«. Alle Indizien hätten in dieser Zeit darauf hingedeutet, dass bis zum Wahltag Ruhe gehalten, dann aber die Wahlergebnisse abgelehnt und Gewalttaten begangen werden sollten. Dies geschah so und spielte Capriles in die Hände, der jetzt mit halb- und illegalen Manövern um eine angeblich von ihm gewünschte totale Neuauszählung der Stimmen, die Regierungsbildung stören und Caracas destabilisieren will. Für eine schlechte Außendarstellung Maduros genügt diese Strategie scheinbar –von deutschen Medien wird überwiegend über Capriles Störmanöver berichtet.

„El Gringo“ agierte als Dokumentarfilmer

Bello Monte ist das saubere Mittelschichtsviertel in Caracas, wo Tracy, in

Oppositionskreisen als »El Gringo« bekannt, logierte. Dort hätten die Behörden bei dem Verdächtigen während einer Hausdurchsuchung mehr als 500 Videos beschlagnahmen können, die diesen schwer belasten, so Innenminister Torres. Einige davon präsentierte er der Presse: Eine Aufnahme zeigt z.B. eine Gruppe von Jugendlichen, die sich lautstark über Gelder freuen, die ihnen Tracy scheinbar versprochen hat. Einer dieser Aktivisten, die rechtsextremen Parteien angehören sollen, äußert in dem Video, »um Santa Cruz und Miranda zu aktivieren« brauche man eine Milliarde Dollar. An einer anderen Stellen ist von »100 Millionen Bolívares« (etwa 15 Millionen US-Dollar) die Rede, die man brauche, um in vier Bundesstaaten Venezuelas einen Aufstand anzuzetteln. Eine weitere Aufnahme zeigt den früheren Armeegeneral und heutigen Führer der Rechtspartei Voluntad Popular, Antonio Rivero, wie dieser während der Proteste nach der Wahl Jugendliche anleitet, mit Steinen und Flaschen die Polizei zu attackieren. »Die Aufgabe war, uns in einen Bürgerkrieg zu treiben«, zeigte sich Minister Rodríguez Torres überzeugt.

Die US-Regierung in Washington wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Man habe  davon nur aus den Medien gehört und bemühe sich um mehr Informationen, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, bei der täglichen Pressekonferenz im State Department. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP verteidigte der Vater des Verdächtigen, Emmet Tracy, seinen Sohn und wies alle Vorwürfe zurück. Sein Sohn sei Journalist und habe sich seit dem vergangenen Jahr in Venezuela aufgehalten, um einen Dokumentarfilm über die politische Situation des Landes zu drehen. Wäre Tracy tatsächlich ein CIA-Mann, hätte er freilich seinem Vater wohl kaum mehr als seine Deck-Legende preisgeben dürfen.

Maduro fordert hartes Durchgreifen

Exgeneral retirado Antonio José Rivero González (52)

Präsident Nicolás Maduro forderte die Festnahme aller Personen, die auf den beschlagnahmten Videos zu sehen sind und in die »Konspiration der Rechten gegen die venezolanische Demokratie« verwickelt seien. In El Valle im Südwesten von Caracas rief er die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf, da die Rechte weitere Angriffe vorbereiten könne.

Wie die Tageszeitung Ciudad CCS weiter berichtete, soll Tracy einem Haftrichter vorgeführt werden und Staatsanwältin Gineira Rodríguez werde den US-Amerikaner dabei des Verstoßes gegen venezolanische Strafgesetze während der gewaltsamen Ausschreitungen am 15. April und danach anklagen. Eine Verwicklung von CIA und anderen US-Geheimdiensten in Umsturzpläne gegen die sozialistische Regierung in Caracas würde sich gut in das bisherige Bild ihres Agierens gegen das zweitgrößtes Erdölland der Welt einfügen. Neben ideologischem Antikommunismus kommt im Fall Chavez noch das wirtschaftliche Interesse an billigem Öl hinzu. US-orientierte Geldeliten vor Chavez liefert Briten und US-Konzernen Venezuelas Öl zum Spottpreis. Chavez verstaatlichte die Ölfirmen, ließ reiche Konzerne den Weltmarktpreis zahlen und unterstützte mit subventioniertem Öl stattdessen Cuba, Ecuador und andere sozial orientierte Regierungen. Die Einnahmen behielt nicht mehr eine kleine Ausbeuter-Elite für sich, sondern sie wurden in Gesundheitswesen, Schulen und Wohnungsbau investiert. Doch der Chavez-Nachfolger Maduro wird es schwer haben, sich seiner Rolle zu etablieren -unter wachsendem Druck durch die aggressiven US-Manöver, die bereits Chavez das Leben schwer machten. Der rechtspopulistische erst Chavez- nun Maduro-Kontrahent Capriles erweist sich immer mehr als schlechtester Verlierer in der Geschichte demokratischer Wahlen -falsche Beschuldigungen gegen die Chavisten, sie hätten Wahlbetrug begangen, gehören bei ihm zum Standardrepertoire.

Bereits bei den Wahlen im letzten Jahr, die Chavez glanzvoll bestätigten, kam es  zu Gewalttaten von rechten Gruppen, die in deutschen Medien tendenziös verzerrt dargestellt wurden. Nach dem Tod von Chavez gab es dann kein Halten mehr: Aus der US-Administration kamen hämische Töne, man sei froh, den Staatschef von Venezuela los zu sein, Obama war nur wenig diplomatischer. Die westlichen Börsen von Nasdaq bis Dax frohlockten: Öl- und Machthunger trieben die Werte hoch. Der aufkommende Verdacht, die Krebserkrankung des Staatschefs sei nicht zufällig entstanden, wurde natürlich totgeschwiegen, außer in kritischen Blogs, versteht sich.

Sibci aus Bolivien berichtet: El exgeneral retirado del Ejército, Antonio José Rivero González (52 años), C.I. 6.355.302, es el agente encubierto de la CIA en Venezuela para realizar acciones encubiertas, utilizando como fachada al partido Voluntad Popular (VP). Como miembro de VP, este exmilitar, ascendido en el gobierno de Hugo Chávez, fue captado hace tres años por el Departamento de Estado para denunciar la supuesta “cubanización” de la FANB. De acuerdo a fuentes de inteligencia consultadas, Rivero González, cumple órdenes directas del dirigente Leopoldo López Mendoza, considerado uno de los “duros” del ala radical de la derecha. Desde 2009 posee visado permanente del gobierno de los Estados Unidos. Tras su pronunciamiento contra el gobierno del Comandante Chávez, el ex director de Protección Civil recibe fuerte financiamiento del Departamento de Estado para realizar acciones de sabotaje. Gracias a un trabajo de inteligencia interno y externo el Sebin permitió detectar la “Operación Soberanía”, donde se permitió detectar las acciones encubiertas de Rivero González, quien el pasado 15 de abril de 2013 en la plaza Francia de Altamira, dirigió acciones de sabotaje con guarimbas y organizó protestas violentas con los estudiantes, perfectamente organizados durante varios meses, a través de diferentes “movimientos” e identificados por la inteligencia nacional.

3 Gedanken zu “Finanzierten USA Terror in Venezuela?

  1. na klar hat der große Nachbar da wieder mal die Finger im Spiel, schließlich gibt´s in Venezuela Öl und die imperialen Handlanger des Kapitals warten doch schon darauf dort wider Fuß zu fassen und die Handlanger des Todes im Auftrag des Imperators endlich wieder freies geleit ausrufen.
    Chavez hatte dazu aufgerufen, die venezuelanische Bevökerung zu militarisieren und zu bewaffnen um sich eggen Angriffe von außen zur Wehr setzen zu können – wie man sieht war der Mann nicht besonders weitsichtig sondern erkannte die unmittelbare Gefahr vor seiner Haustür. Ob er zufällig an Krebs starb?
    Nieder mit dem Ami – weltweit – Ami go home!

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