Mers-Corona-Virus kommt zurück

Corona

Corona-Viren

Ludwig Virchow 

Das tödliche Virus Mers-CoV breitet sich derzeit in der arabischen Welt wieder rasant aus, die Infektiosität scheint sich erhöht zu haben. Saudi-Arabien meldet fast täglich mehr Todesfälle. Nun streiken sogar Ärzte aus Angst vor immensen Ansteckungsrate. Skeptiker sehen in der Entdeckungsrate aber auch einen Panikfaktor: Es wird eben mehr auf Mers getestet. Mehr Investitionen in die Gesundheitssystem weltweit sind gefordert -die Milliardenvermögen müssen dafür endlich besteuert werden. 

Das Virus Mers-CoV breitet sich derzeit in der arabischen Welt aus. Saudi-Arabien meldet fast täglich mehr Todesfälle. Nun streiken sogar Ärzte aus Angst vor immensen Ansteckungsrate. Kritiker sehen in der Entdeckungsrate einen Panikfaktor: Es wird mehr auf Mers getestet, also auch mehr gefunden. MERS-CoV (Middle East respiratory syndrome-coronavirus) ist ein im Jahre 2012 erstmals identifiziertes Virus aus der Familie der Coronaviren. Es verursacht das beim Menschen eine schwere Infektion der Atemwege, Lungenentzündung und Nierenversagen die häufig zum Tode führen. Bislang hatten alle Infektionen ihren Ursprung im Nahen Osten mit Schwerpunkt in Saudi-Arabien, auch Tunesien war betroffen. Aufgrund des bisherigen epidemiologischen Musters der Ausbreitung war davon auszugehen, dass das MERS-CoV nur schwer von Mensch zu Mensch übertragen wird und dass die primären Wirtsorganismen wahrscheinlich Fledermäuse sind, von denen es – vermutlich über Dromedare als Zwischenwirt– sporadisch auf Menschen übertragen wird. Jetzt scheint eine virulentere Variante aufgetaucht zu sein, die die Gefahr einer Pandemie erhöht (auch wenn Panik natürlich die Entdeckung bzw. Diagnose fördert).  Robert-Koch-Institut zu mers.

Zwei neue Studien fanden inzwischen wirksame Antikörper

Forscher um Liwei Jiang von der Tsinghua Universität in Peking identifizierten  in einer Datenbank für menschliche Antikörper zwei Antikörper, die im Mausversuch fähig waren, das Virus Mers-CoV zu neutralisieren. Sie nannten die Antikörper MERS-4 und MERS-27, die beide jene Region an den Glykoproteinen der Virushülle blockierten, die den Kontakt zur menschlichen Zelle herstellt und sie infiziert. MERS-4 und MERS-27 sind damit Kandidaten für ein prophylaktisches und therapeutisches Vorgehen gegen eine Infektion. Auch Wayne Marasco von der Harvard Medical School hat in einer Antikörper-Datenbank sieben Antikörper gefunden, die in der Lage waren, Mers-CoV außer Gefecht zu setzen. Vor allem ein Antikörper, 3B11, sei vielversprechend und biete sich für weitere Forschung an, so die US-Forscher in Proceedings of the National Academy of Sciences. Die Wissenschaftler beobachteten, wie das Virus mutierte, nachdem es den Antikörpern ausgesetzt wurden und fanden heraus, dass Mutationen, die das Virus befähigten, dem Antikörper zu entkommen, es dabei zumindest allgemein schwächten.

In arabischen, besonders jemenitischen Krankenhäusern spiegelt sich leider nicht überall der Reichtum der Halbinsel aus dem Erdöl. Oft sind in Sanaa Stationen überbelegt, Patienten liegen gar auf den Gängen -Infektionen werden so erleichtert -Rias ist gefordert, seinen unermesslichen Reichtum einzusetzen. Doch die USA haben Arabien mit ihrer Ideologie der Habgier infiziert, die tödlicher sein kann als jedes Virus. So werden Seuchen im 21.Jahrheundert zu einer politischen Geißel, die aus dem Neoliberalismus (Privatprofit vor Allgemeinwohl) resultiert, der blindwütig den Staat verteufelt. Der mit dem Coronavirus verwandte Sars-Erreger war vergleichweise einfach direkt übertragbar. Im Jahr 2003 starben an entsprechenden Infektionen 775 Menschen.

Die politische Dimension: Geißel Neoliberalismus

Rudolf Virchow (1821-1902)

Das Gesundheitswesen leidet mehr als unter allen neuen Killer-Keimen unter der abscheulichen Ideologie des Neoliberalismus. Der Medizinreformer und deutsche Urliberale Rudolf Virchow (1821-1902) würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, welche Lumpenbande sich heute das Wimpelchen “liberal” anheftet. Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen westlichen Welt werden unter der Finanz- und Mediendiktatur des Neoliberalismus Gelder aus der Medizin in das Finanzwesen umgeleitet. Es werden in dramatischem Ausmaß die Mittel für Krankenhäuser, Behandlung von Armen, Medikamente und medizinische Forschung beschnitten, um sie per Steuersenkung in die Taschen reicher, nutzloser Möchtegerneliten umzulenken.

Dieses neoliberale Verbrechen an der Menschheit könnte sich schneller rächen, als die Diebe des Gemeingutes Gesundheit sich gedacht hatten. Ihre absurden Ideen von einer zwanghaften Effizienz (anstelle gesunder Effektivität) insbesondere der Krankenhäuser kosten immer mehr Menschen Leben und Gesundheit. Kostensparen an der Gesundheit ist Sparen am falschen Platz. Eine gesunde Quote an freien Betten in unseren Hospitälern kostet zwar, aber kann im Fall einer Epidemie lebensrettend sein. Stattdessen wird nötiges Geld aus den Kranken herausgepresst um es in explodierenden Luxuskonsum einer parasitären Finanzelite zu transferieren -angeblicher Grund: Leere öffentliche Kassen. Was Wunder, wenn die fetten Millionäre sich vor ihrer Verantwortung drücken und immer weniger Steuern zahlen.

Corona3Medizinische Forschung braucht Steuergelder (Coronaviren wandern zwischen Tier und Mensch)

Rudolf Virchow wusste dagegen: Eine kostenlose medizinische Behandlung ist genauso Menschen- und Bürgerrecht, wie eine gesunde Umgebung. Gesundheitssystem und öffentliche Infrastruktur nach diesen Maßgaben zu gestalten ist wichtigste Aufgabe des Staatswesens. Rudolf Virchow, war Arzt an der Berliner Charité, Archäologe und Politiker, saß für die urliberale Deutsche Fortschrittspartei im Parlament. Er gilt als Begründer der modernen Pathologie  und vertrat eine streng naturwissenschaftlich und sozialpolitisch orientierten Medizin. Virchow war ab 1869 maßgeblich daran beteiligt, dass Berlin nicht nur bessere Krankenhäuser, sondern 1870 auch eine Kanalisation und eine zentrale Trinkwasserversorgung erhielt.

Medizinische Armenhilfe: Virchow zivilisierte Berlin

Damit verwandelte sich die Cholerakloake an der Spree, die Berlin für seine ärmeren Bevölkerungsteile war, langsam in eine zivilisierte Stadt. Maßgeblich daran beteiligt war die Deutsche Fortschrittspartei. Sie wurde am 6. Juni 1861 von liberalen Abgeordneten im preußischen Abgeordnetenhaus als erste deutsche Programmpartei gegründet. Sie stand im preußischen Verfassungskonflikt in strikter Opposition zu Otto von Bismarck und der international bekannte Mediziner Rudolf Virchow war einer ihrer prominentesten Sozialpolitiker. Dieser Liberalismus hat mit dem heutigen Neoliberalismus der FDP, der nur noch eine Lobbyarbeit für die reichen und Superreichen mit etwas “Freiheits”-Propaganda verbindet, wenig oder nichts zu tun. Rudolf Virchow wusste: Echte Freiheit gibt es nur, wenn der Staat seinen Bürgern und überhaupt allen Menschen ein Recht auf Leben und Gesundheit garantiert -und diese Garantie einlöst, indem er reiche Bürger Steuern zahlen lässt, die Sozial- und Gesundheitswesen auch finanzieren können.

 

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