Ukraine-Faschisten: Anschlag in Charkow

Gilbert Perry NATO_ukraine

Überschattet wurde das Gedenken an die Toten des Maidan durch einen Anschlag auf eine Gedenkfeier in Charkow. Im März 2014 wurden zwei Aktivisten der Bewegung „Beschützer von Charkow“ in Charkow von Faschisten erschossen -noch zu Friedenszeiten. Trotz der Angst vor Terrorakten beteiligten sich damals in Charkow 3.000 Menschen an einem Referendum zur Föderalisierung der Ukraine –deutsche Medien hetzen bis heute gegen solche Aktivisten als „prorussische Separatisten“.

Bei dem Sprengstoffanschlag vom Wochenende wurden 3 Menschen, darunter ein Polizist, getötet und 15, darunter 5 Polizisten, verletzt. Da es bei dem Marsch, der mit einer Trauerfeier für die im Krieg gefallenen ukrainischen Soldaten enden sollte und an dem einige hundert Menschen teilgenommen haben, zu Verzögerungen gekommen war, konnte die Bombe mit Zeitzünder nicht so großen Schaden verursachen, da sie explodierte, bevor der Zug angekommen war. Kiew lässt nichts unversucht, um Putin und die Russen zu dämonisieren.

Im Vorfeld der Gedenkfeiern war bereits erwartet worden, dass es zu Störversuchen und Anschlägen kommen könnte. Es ist bislang der Höhepunkt einer zunehmenden Welle von Anschlägen in der Ostukraine. Auch in Odessa, wo der grauenhafteste Massenmord durch Faschisten an friedlichen Gegnern Jazenjuks stattfand, war eine Bombe gefunden worden, die aber die Polizei entschärfen konnte. Wo immer Menschen gegen den Faschismus kämpfen, leben sie gefährlich in Poroschenkos prowestlicher Ukraine.

Tote von Kiew zu Propaganda missbraucht

Der Vorsitzende des prowestlichen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats Turtschninow AzovNSbehauptete verdächtig schnell, dass man die Verantwortlichen angeblich bereits festgenommen habe. Man habe bei ihnen Waffen und einen Raketenwerfer gefunden, sie seien in Russland ausgebildet worden. Das beweise, so Turtschninow, dass der Anschlag von denselben Kräften ausgeführt wurde, die hinter der Aggression im Osten der Ukraine stehen. Es sei eine Antiterroroperation in diesem Gebiet gestartet worden. Unklar bleibt, wie die mutmaßlichen Täter so schnell identifiziert werden konnten und welche Beweise für ihre Verantwortung sprechen. Angeblich planten die Festgenommenen mit einem Flammenwerfer russischer Provenienz einen Anschlag auf einen Club, in dem sich Soldaten treffen, so der SBU, sowie weitere Anschläge etwa auf ein Einkaufszentrum. Putin ist also laut Kiew-Propaganda mal wieder an allem schuld.

Offenbar ging es den Faschisten schon im letzten März darum, in Charkow ein Klima der Angst zu schaffen, damit sich weniger Charkower an den großen Kundgebungen gegen die prowestlichen Putschisten in Kiew beteiligen. Das Kalkül deckte sich also damals schon mit den Interessen der neuen Macht in Kiew. Der faschistische „Rechte Sektor“, Kern der sog. Maidan-Bewegung,  stellte damals die Sache natürlich anders dar. In einer im Netz veröffentlichten Erklärung hieß es, mit dem Sturm auf das Büro des Rechten Sektors hätten die Charkower Demonstranten den Einmarsch russischer Truppen in der Ostukraine provozieren wollen. Propaganda, die die Charkower nicht schlucken mochten. Daher jetzt ein Racheanschlag der Faschisten, ob mit Befehl von Poroschenko oder direkt von Obama wird wohl erst die künftige Geschichtsschreibung klären können.

 

5 Gedanken zu “Ukraine-Faschisten: Anschlag in Charkow

  1. Im Frühjahr 2014 gab es 2 verdächtige Anschläge. Einen in Lwow auf den rechtsradikalen Bürgermeisetr – nur war bei ihm „zufällig“ niemand aus der merhköpfigen Familie zuhause. Nur ein Sachschaden durch eine Handgranate, die ins Fensetr des Hauses geworfen war.

    Am gleichen Tag wurde in einer anderen Stadt ein ebenso Bürgermeister ( Stadt zw. Kiev und Zjtomir) jedoch in seinem PKW an einer Kreuzung aus einem anderen Fahrzeug erschossen. Dieser Mann war 3 J. zuvor aus der Partei ausgetreten, um Bürgermeister zu werden. Und er war ein ehtnischer Russe, der zudem noch in Russland geboren und aufgewachsen und nach seiner Ausbildung in die Ukraine gezogen war.

    Schnell wurde propagiert, dass es die „prorussichen Terroristen- Separatisten“ gewesen sein sollen. Der erschossene war wohl Maidananhänger, aber da er ein Russe war, vermutlich von den Nazisten deshalb als Opfer bestimmt.

    Kiever Putschregierung verbreitet seit dem durch sie begonennen Bürgerkrieg, dass im Donbass „russsiche Terroristen“ kämpfen, nennt den Bürgerkrieg „Anti-Terror-Operation“ und versucht eine internationale Abstempelung ihrer politischen Gegener als Te3rroristen durchzusetzen. Selbst in deren Reden vor internationalen Gremien benutzen Poroschenko und Jazenjuk nur den Begriff „Terroristen“, schieben alle Opfer deren eigenen Soldateska in die Schuhe der donbasser Volksaufständischen. Jazenjuk nannte zumal die donbasser Volksaufständische „Untermenschen“, (subhumans).

    Deswegen ist auch dieser angeblicher „Terroranschlag“ mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wie viele andere, von kiever Geheimdienst als eine false flag Provokation verübt worden.

    Ein Bekenntnisschreiben irgendeeiner Widerstandsgruppe wurde noch nie präsentiert.

    Die donbasser Volksaufständische haben bislang konsequent keine militärischen Aktionen ausserhalb ihrer Territorien verübt. Sie sprechen nur davon, dass auch in anderen Gebieten ein Volksaufstand wartet und sie ihm helfen werden, und zwar mit offen als So9ldaten agierenden Truppen.

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