Erneut Terror gegen Tunesien

Gerd R. Rueger

Tunis, 24.11.2015, gegen 17:00 Uhr kam es zu einem Anschlag auf einen Bus der Präsidentengarde in der Nähe des tunisia-flag-svgZentrums von Tunis, auf der Straße am Hotel da Lac, nicht weit vom alten RCD-Gebäude bzw. Innenministerium. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich selbst in die Luft, hierbei kamen weitere 12 Personen, zumeist Soldaten der Garde im Bus, ums Leben, etwa 20 Personen wurden verletzt. Diesmal bekannte sich zu dem Terroranschlag nicht Al Qaida, sondern zur Abwechslung der IS, auch dessen Hintermänner viele in Washington vermuten. Die USA hassen die moderate Haltung von Tunis gegenüber Assad.

In Tunis, Ariana, Ben Arous und Manouba galt zwischen eine nächtliche Ausgangssperre, die Sicherheitsvorkehrungen um den Flughafen Tunis und in anderen Teilen Tunesiens wurden erhöht. Fotostrecke (Twitter)

Zwölf Tote wurden als Mitglieder der Präsidialgarde identifiziert, Rettungswagen transportierten 20 Verletzte vom Anschlagsort ab. Eine 13. Leiche konnte nicht identifiziert werden, aber das Innenministerium geht davon aus, dass es sich um den Selbstmordattentäter handelt, der zehn Kilo Sprengstoff getragen haben soll.

Moet Sinaoui, Sprecher des Präsidenten, sagt, es handele sich um einen Akt des Terrors: „Die Präsidialgarde TunisiaPresidenceanzugreifen heißt, eines der Symbole der tunesischen Republik anzugreifen. Diese Leute wollen die junge tunesische Demokratie treffen, der Terrorismus schlägt im Herzen des Staates zu.“ Für vier Wochen soll nun der Ausnahmezustand gelten, zudem kündigt die Regierung eine nächtliche Ausgangssperre für Tunis an: Harte Maßnahmen, die viele Menschen treffen und den Tourismus schwer treffen werden. Damit hat der IS und seine Hintermänner, die viele in Washington vermuten, sein Zerstörungswerk an der tunesischen Demokratie fortgesetzt.

Die Gewerkschaft UGTT, jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, sagt Streiks und Demonstrationen ab. Ein Filmfestival muss seine Premieren auf den Nachmittag vorverlegen. Vor den Kameras des Staatsfernsehens wirbt Staatschef Beji Caib Essebsi um Vertrauen und Verständnis für die Auflagen: „Wir sind im Krieg gegen den Terror, und wir werden ihn mit den nötigen Mitteln an Waffen, an Schärfe und an Männern führen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass er derart drastische Worte wählt. Im März erschossen Attentäter 21 Menschen im Bardo Museum, das mitten im Parlamentsviertel liegt. Im Juni ermordete ein radikaler Islamist 38 Touristen am Strand von Port El Kantawi bei Sousse. Die Westmedien schreien jedes Mal laut „Islamisten!“, doch kann das die ganze Antwort sein? Trifft den Westblock nicht Mitverantwortung für seine Politik der Destabilisierung, „Terrorbekämpfung“, Aneignung von Rohstoffen? In Tunesiens Nachbarland Libyen kontrollieren in Folge des NATO-Bombenkrieges inzwischen IS-Milizen Teile des Staatsgebietes. Im zerbombten und geplünderten Irak und dem unter westlicher „Regie Change“-Politik in Trümmern gelegten Syrien ebenso -die gegen Gaddafis Truppe so wirksamen US-Bomben treffen den IS scheinbar nicht sehr genau.

Mit Militäreinsätzen, Ausnahmerecht, Gesetzesänderungen (Antiterrorgesetze) und scharfer Rhetorik gegen Islamisten und von diesen missbrauchten Moscheen haben die Terroristen Tunesien zurück in Richtung Polizeistaat gebombt. Man diskutiert jetzt die Todesstrafe für Terroristen, Überwachung von Moscheen und ein gesetzliches Verbot des Niqab, also des Schleiers. Doch  wer finanziert die Terroristen?

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Ein Lügenmärchen: Der Krieg gegen den Terror

Seneca Carvalho F-16 Kampfjet USAF(Gastbeitrag)

Obamas Luftkrieg gegen ISIS ist ein Schwindel. Das ist kein Krieg gegen den Islamischen Staat, das ist ein Krieg gegen Syrien. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ ist ein Rauchschleier. Doch es kommt noch schlimmer. Die Hinweise verdichten sich: IS wurde lange Zeit von den USA finanziert und unterstützt.

Laut Independent vom 15. 11.2015 waren „die Bombardierungen… der größte französische Luftschlag, der bisher in Syrien stattgefunden hat.“ Laut dem französischen Verteidigungsministerium war „das erste Ziel, das die Flugzeuge zerstörten, ein Kommandoposten, in dem ein Rekrutierungszentrum, Waffen und ein Munitionsdepot untergebracht waren.“

Was die Berichte allerdings nicht erwähnen, ist dass von Beginn von Obamas Bombenkrieg im August-September 2014 an die von den Vereinigten Staaten von Amerika angeführte Koalition die Positionen der ISIS-Rebellen nicht bombardiert hat. Ganz im Gegenteil, der ISIS wurde von der westlichen Militärallianz beschützt. Die von den Vereinigten Staaten von Amerika angeführten Luftüberfälle wurden benutzt, um den Terroristen Waffen und Munition zukommen zu lassen.

Die meisten Presseberichte beruhen auf Informationen, die aus Frankreichs Verteidigungsministerium kommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine verlässliche unabhängige Information, dass die französische Luftwaffe in ihrer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika in sinnvoller Weise ISIS-Positionen in Raqqa bombardiert hat.

Die Bombardierungen sind also auch für „den Gebrauch im Inland” gedacht. Sie werden benützt, um Unterstützung der Öffentlichkeit für den Ausnahmezustand zu generieren, gar nicht zu reden von der Aufhebung bürgerlicher Freiheiten im Bereich der Hauptstadt Paris. ” * Fazit: Der vom Westen geführte Krieg gegen den Terror ist ein Lügenmärchen. Siehe auch Michel Chossudovsky.

USA im Zwielicht: Wer finanziert den IS?

Die Hinweise verdichten sich: IS wurde lange Zeit von den USA finanziert und unterstützt. Damit ist das Lügengebäude der US-Neocons zusammengebrochen. Die Weltgemeinschaft sollte jetzt endlich mit dem Verhängen von Sanktionen gegen die USA und Saudi Arabien angemessen aber mit voller Härte reagieren. Die USA müssen es endlich zu spüren bekommen: Es kann nicht sein, wie dieser Staat die ganze Welt für dumm verkauft
Einfach schockierend. Dieser Schurkenstaat schreckt vor gar nichts zurück, vgl. Tribune, rt.com, TheNewAmerican
Auch der bekannte Politiker in Regierungskreisen geschätzte US-Republikaner Rand Paul gab schon Anfang des Jahres bekannt, dass USA lange Zeit mit dem IS in Syrien verbündet waren!

Ich fordere unsere Bundesregierung mit sofort Sanktionen und Einreiseverbote gegen USA und US-Verantwortliche zu verhängen und erlassen. Die gesamte EU sollte endlich diesen Schurkenstaat aus Europa zum Teufel jagen…