Terroristen aus Algerien attackieren Tunesien

Gerd R. Rueger tunisia-flag-svg

Eine schwere Landminenexplosion forderte die Leben von drei Grenzsoldaten in Westtunesien, zwei Angreifer wurden erschossen. Islamistische Terroristen aus Algerien (oder über Algerien eingeschleust) wollten offenbar die Zeremonie der Amtsübernahme des neuen Ministerpräsidenten Youssef Chahed stören, um das Land weiter im Alarmzustand zu halten. Acht Frauen auch im neuen Kabinett stören die klerikalfaschistischen Demokratiehasser bei einigen Machteliten. Prowestliche Golfdiktaturen schicken ihre Lohnterroristen vor, weil sie und ihre Hintermänner Tunis die Demokratie nicht gönnen wollen.

Das tunesische Verteidigungsministerium erklärte, die Soldaten wären bei einem Bombenanschlag im entlegenen Mount Sammama-Gebiet nahe der algerischen Grenze getötet worden. Ministeriumssprecher Belhassen Oueslati sprach von einer großen Bombe, die auf dem Weg der Grenzpatrouillie versteckt worden war. Neben den drei Toten hat Tunesien auch sieben Verwundete bei diesem feigen Anschlag zu beklagen. Zwei Angreifer sollen beim darauffolgenden Feuergefecht getötet worden sein. Bisher hat sich keine Terrorgruppe zu dem Anschlag in einem ständig von einsickernden Terroristen bedrohten Areal bekannt.

Neue Regierung übernimmt Amtsgeschäfte

Nach dem Rücktritt Essids Ende letzten Monats übernimmt nun sein Nachfolger das Amt. Ministerpräsident Habib Essid hatte ein von ihm selbst angeregtes Misstrauensvotum im Parlament verloren, die große Mehrheit der Abgeordneten entzog ihm nach stundenlanger Debatte das Vertrauen. Essid hatte die Vertrauensfrage gestellt, nachdem er mehrfach von Präsident Béji Caïd Essebsi aufgefordert worden war, zurückzutreten und Platz für eine Regierung der Nationalen Einheit zu machen. Er war gut 18 Monate im Amt.

Tunesiens neuer Primierminister Youssef Chahed und sein Vorgänger Habib Essid vollzogen die Amtsübergabe in Carthage, einem Vorort von Tunis vorgestern am 29.August 2016. Essid bekundete seine Glückwünsche und die Hoffnung, seinem Nachfolger möge mehr Erfolg bei der befriedung und Stabilisierung des Landes beschieden sein.

Tunesiens neuer Primierminister Youssef Chahed und sein Vorgänger Habib Essid vollziehen die Amtsübergabe in Carthage, einem Vorort von Tunis am 29.August 2016.

Chahed, der zum siebten Regierungschef in nur sechs Jahren gewählt wurde, erklärte, die desolate Lage Tunesiens überwinden zu wollen. „Die Lage ist kompliziert, aber wir sind optimistisch. Wir werden unsere Verantwortung übernehmen“, sagte der neue Premier Tunesiens. Dann legten er und sein Kabinett ihren Amtseid ab und versprachen die Ökonomie zu verbessern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das neue Kabinett besetzt acht von 30 Ministerposten mit Frauen -in der arabischen Welt eine Provokation für klerikalfaschistische Salafisten und islamistische Diktaturen wie Saudi Arabien oder die US-Vasallenstaaten am Golf, die hinter den islamistischen und terroristischen Destabilisierungsversuchen vermutet werden.

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