Zweifel an Gasangriff in Duma steigen (nur bei ARD nicht)

Tim Mahoney

Der bahnbrechende Duma-Artikel von Robert Fisk wurde vom deutschen Mainstream komplett totgeschwiegen. Dabei geht es um die wichtigste aller Fragen: Um Krieg oder Frieden. Denn die Gaskrieg-Propaganda gegen Assad diente als Rechtfertigung für den völkerrechtswidrigen Bombenangriff der alten Kolonialherren Syriens, London und Paris, und der neokolonialen USA, die syrische Ölquellen für den US-Konzern Conoco Oil besetzt halten. Der britische Whistleblower und Ex-Diplomat Craig Murray verteidigt Robert Fisk gegen eine derzeit gegen ihn gestartete Verleumdungskampagne -und weist auf die Bedeutung seiner Duma-Reportage hin.

Der gestrige Independent-Artikel von Robert Fisk wurde vom deutschen Mainstream komplett totgeschwiegen. Nur die Nachdenkseiten brachten die Information (sogar eine komplette Übersetzung, siehe unten). Der britische Ex-Diplomat, Universitätsrektor und Whistleblower Craig Murray bezeichnete derzeit im englischen Netz explodierende Angriffe auf Fisk als von Neocon-Trollen und Medien-Lakaien verübt. Man will seine Reportage offenbar mit allen Propagandamitteln unterdrücken. Die ARD setzt auf verbissenes Schweigen und kritikloses Wiederholen der Propaganda der Weißhelme (White Helmets), der Mainstream folgt ihr willig. Craig Murray lobt Fisk und verteidigt ihn gegen den Britische Mainstream, dessen Gleichschaltung er kritisiert:

Robert Fisk ist einer der wenigen ausgezeichneten investigativen Journalisten, die immer noch in Großbritannien beschäftigt sind. Er ist zweimaliger Gewinner des British Journals des British Press Awards und siebenmaliger Gewinner des British Correspondent des British Press Awards. Er ist sehr klug und kennt den Nahen Osten sehr gut. Er ist gerade – ohne Begleitung russischer oder syrischer Regierungsbeamter – nach Douma vorgedrungen, und das berichtet er. Wenn man auf der Suche nach Robert Fisk auf Twitter ist, sind die Angriffe auf seinen Ruf und seine Integrität in diesem Moment von Neo-Con Trollen und Medien-Lakaien erstaunlich. Er ist in Douma – sie sind an ihren Schreibtischen. Es sagt auch viel über unsere Medien aus, dass einer der größten lebenden britischen Journalisten nur von The Independent beschäftigt ist, einer Zeitung, die extrem marginal geworden ist, während andere echte Größen wie Jon Pilger, mit einem fantastischen Standing, überhaupt keinen Zugang zu den UK Mainstream-Medien haben. Durchschnittlich lesen hier jeden Tag 60.000 Menschen meinen Journalismus, aber keine Mainstream-Plattform wird sie publizieren.  Update: Sie können jetzt Robert Fisks brillanten Bericht von Douma hier (The Independent reblogged hier) lesen. Ausgezeichneter Journalismus mit angemessener Skepsis aller Seiten -und wichtige Informationen über die Natur der Dschihadisten, die UK, USA, Saudi-Arabien und Israel so verzweifelt unterstützen. Craig Murray Blog

Laut englischem Wikipedia (das mit Bertelsmann kooperierende deutsche Wikipedia verschweigt in gewohnter Gleichschaltung fast alles, womit Murray auch den Westen kritisiert) sprach Whistleblower Murray im August 2012 vor der ecuadorianischen Botschaft in London, um Julian Assange und andere Whistleblower auf der ganzen Welt zu unterstützen. Und Murray stellte 2016 fest, dass Pressemeldungen falsch waren, die russische Regierung hätte WikiLeaks Tausende von privaten E-Mails des Democratic National Committee (DNC) geliefert. „Ich weiß, wer sie geleakt hat“, sagte Murray. „Ich habe die Person getroffen, die sie geleakt hat, und sie ist sicherlich nicht russisch und es ist ein Insider. Es ist ein Leck, kein Hack, das sind verschiedene Dinge.“ Laut Murray, im Dezember 2016 von der Daily Mail interviewt, war die Veröffentlichung von E-Mails des Democratic National Committee die Tat eines verärgerten Mitarbeiters von Hillary Clintons Partei der „Democrats“.

Jasminleser wissen: gemeint kann nur Seth Conrad Rich sein: Der Hillary-Mitarbeiter wurde mitten im Wahlkampf, kurz nach der Publikation der Clinton-DNC-Mails bei Wikileaks unter mysteriösen Umständen in Washington ermordet -Wikileaks setzte eine Belohnung für die Ergreifung seiner Mörder aus (ohne ihn darüber hinaus als Quelle zu identifizieren, was Wikileaks-Informantenschutz widersprochen hätte). ARD & Co. ignorierten den infamen politischen Mord, wie sie heute im Fall Syrien alles ignorieren, was die offiziellen Verlautbarungen der Kriegsherren Trump, May und Macron Lügen strafen könnte.

Die Duma-Reportage von Robert Fisk: Gas?

Der Britische Independent hat einen Life-Reporter in Douma, wo laut Nato-Angaben Assad „Gaskrieg gegen sein eigenes Volk“ führen soll. Robert Fisk fand dafür KEINE Belege, aber vieles was für eine Kriegslüge der White Helmets spricht. Diese „medizinische Helfertruppe“, die viele für eine vom Westen finanzierte Propagandakompanie halten, soll nach Zeugenaussagen den Gasangriff simuliert haben -und dabei sogar Menschenleben in Gefahr gebracht haben. White Helmets-Leute kamen laut Fisk-Bericht während der Luftangriffe auf die Islamisten in einen Bunker gerannt, versetzten die dort ausharrenden Zivilisten mit lauten Rufen „Gasangriff! Gasangriff!“ in Panik und begannen mit Wasser imaginäres Gas aus ihren Augen zu „waschen“. Die Bilder davon gingen durch die Westmedien und lieferten Trump, May und Macron ihren Kriegsgrund.

Der Independent tut in seiner Darstellung alles, den Bericht seines Reporters vor Ort, Robert Fisk, herunter zu spielen und macht schon im Titel daraus die „Zweifel nur eines einzigen Doktors an der Chemie-Attacke“. Der ellenlange Text kommt erst gegen Ende langsam mit der Wahrheit heraus, dass auch Independent-Mann Fisk Zweifel an der Version der Westmedien bekommen hat. Dr. Assim Rahaibani war vor Ort und sagt, die Menschen litten nicht unter Giftgas, sondern unter Sauerstoffmangel im überfüllten Bunker. Die Waschungen der White Helmets offenbaren sich damit als medizinisch unnütze, reine Propagandaaktion, ihr ein Panik stimulierendes „Gas“-Geschrei als lebensgefährlich für die dort in Luftknappheit festsitzenden, verängstigten Menschen.

Die Übersetzung des Fisk-Reports (The Independent, 17.4.2018) aus Duma von den NDS, ebenfalls vom deutschen Mainstream verbissen ignoriert:

Gab es einen Gasangriff in Duma? Eine Reporterlegende hat da Zweifel

Der vermeintliche Gasangriff von Duma musste bereits am letzten Samstag als Begründung für den völkerrechtswidrigen Angriff von USA, Großbritannien und Frankreich herhalten. Das ist auch deshalb bemerkenswert, da sogar der amerikanische Verteidigungsminister Mattis offen zugibt, dass es gar keine „soliden Beweise“ für einen Giftgasangriff gibt. Zweifel hat auch die mehrfach mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Reporterlegende Robert Fisk, der seit 1976 als Nahostkorrespondent tätig ist – zur Zeit für den angesehenen britischen Independent. Fisk war in Duma vor Ort und fand interessanterweise niemanden, der sich an einen Gasangriff erinnern konnte. Dafür sprach er mit einem Oberarzt, der eine ganz andere Version zu berichten weiß und die Zweifel an der „Gas-Geschichte“ verstärkt. Jens Berger hat für die NachDenkSeiten eine gestern Abend veröffentlichte Reportage von Robert Fisk aus dem Englischen übertragen. Beachten Sie dabei bitte, dass auch Fisk sich nicht vollkommen sicher ist und diese Variante auch nur eine mögliche Version der Geschehnisse schildert. Wichtig ist jedoch, dass Fisk mit der Interpretation aufräumt, die auch die Bundesregierung übernommen hat, und nach der es keine Zweifel gibt. Denn Zweifel gibt es … und zwar begründete.

Auf der Suche nach Wahrheit im Schutt von Duma – und die Zweifel eines Arztes über den Chemiewaffenangriff

Dies ist die Geschichte einer Stadt namens Duma, einem verwüsteten, stinkenden Ort, zerstörter Wohngebäude – und von einer Klinik im Untergrund, deren Bilder des Leidens drei der mächtigsten Nationen der Welt dazu gebracht haben, Syrien in der letzten Woche zu bombardieren. Es gibt sogar einen freundlichen Arzt in einem grünen Kittel, der mir, als ich ihn in derselben Klinik aufspüre, fröhlich erzählt, dass das “Gas”-Video, das die Welt entsetzt hat – trotz aller Zweifler – vollkommen authentisch ist.

Kriegsgeschichten haben jedoch die Angewohnheit, immer düsterer zu werden. Derselbe 58-jährige syrische Oberarzt fügt später etwas zutiefst Unbehagliches hinzu: In der windigen Nacht wurde unter schwerem Beschuss ein Staubsturm ausgelöst, der bei den Menschen, die in den mit Müll gefüllten Tunneln und Kellern der Stadt lebten, einen Sauerstoffmangel ausgelöst habe. Dieser habe die Menschen überwältigt und kein Gas.

Wenn Dr. Assim Rahaibani diese außerordentliche Schlussfolgerung verkündet, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass er nach eigenen Angaben selbst kein Augenzeuge ist und – in gutem Englisch – zweimal die bewaffneten Islamisten von Dschaisch al-Islam [die Armee des Islam] in Duma als „Terroristen“ bezeichnete – dies ist der Begriff, mit dem das Regime seine Feinde bezeichnet, der jedoch auch von vielen Menschen in ganz Syrien benutzt wird. Höre ich da richtig? Welcher Version der Ereignisse werden wir glauben?

Leider sind die Ärzte, die in dieser Nacht am 7. April im Dienst waren, zur Zeit alle in Damaskus, um von den Inspektoren einer Chemiewaffenuntersuchung befragt zu werden, die in den kommenden Wochen eine endgültige Antwort auf diese Frage geben wird. Frankreich hat inzwischen gesagt, man habe „Beweise“ dafür, dass chemische Waffen verwendet wurden, und US-Medien haben Quellen zitiert, die besagen, dass Urin- und Bluttests dies auch zeigten. Die WHO hat mitgeteilt, dass ihre Partner vor Ort 500 Patienten behandelt haben, „die Zeichen und Symptome aufweisen, die mit der Exposition gegenüber toxischen Chemikalien in Einklang stehen”.

Robert Fisk schildert seine Eindrücke im Kurzinterview mit dem irischen Sender „Spirit Radio“

Gleichzeitig sind die Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) derzeit daran gehindert, selbst zur Stelle des angeblichen Gasangriffs zu kommen – angeblich weil ihnen die korrekten UN-Genehmigungen fehlten.
Bevor wir fortfahren, sollten die Leser wissen, dass dies nicht die einzige Geschichte in Duma ist. Es gibt die vielen Menschen, mit denen ich in den Ruinen der Stadt geredet habe, die sagten, sie hätten „niemals an die Geschichten mit dem Gas geglaubt“, die gewöhnlich von bewaffneten islamistischen Gruppen verbreitet wurden. Diese besonderen Dschihadisten überlebten unter einem Orkan von Granatfeuer, indem sie sich in die Häuser anderer Menschen einnisteten – und in riesigen, breiten Tunneln mit unterirdischen Straßen, die von Gefangenen mit Spitzhacken auf drei Ebenen unter der Stadt in den Felsen gehauen wurden. Ich bin gestern durch drei von ihnen gegangen, riesige Korridore aus arbeitendem Fels, in dem noch russische – ja, russische – Raketen und ausgebrannte Autos liegen.

Die Geschichte von Duma ist also nicht nur eine Geschichte, bei der es um Gas oder eben kein Gas geht. Es geht um Tausende von Menschen, die sich in der letzten Woche gegen eine Evakuierung aus Duma in Bussen entschieden haben – neben den Bewaffneten, mit denen sie monatelang wie Höhlenmenschen leben mussten, um zu überleben. Ich bin gestern ganz frei durch diese Stadt gelaufen, ohne Soldaten, Polizisten oder Aufpasser, die mir auf Schritt und Tritt folgen; nur mit zwei syrischen Freunden, einer Kamera und einem Notizbuch. Manchmal musste ich über sechs Meter hohe Erdwälle klettern. Die Menschen sind glücklich, einen Ausländer zu sehen, und natürlich noch glücklicher, dass die Belagerung endlich vorbei ist. Meistens lächeln sie; diejenigen zumindest, deren Gesichter man sehen kann; eine überraschend große Anzahl von Dumas Frauen trägt einen schwarzen Hijab in voller Länge.

Ich kam als Teil eines begleiteten Konvois von Journalisten nach Duma. Aber sobald ein langweiliger General vor einem zerstörten Gemeindehaus “Ich habe keine Informationen” vermeldet hatte, bin ich einfach gegangen. Mehrere andere Reporter, hauptsächlich Syrer, taten dasselbe. Selbst eine Gruppe russischer Journalisten – alle in Militärkleidung – haute ab.

Es war ein kurzer Spaziergang zu Dr. Rahaibani. Hinter der Tür zu seiner unterirdischen Klinik – “Punkt 200” heißt sie in der seltsamen Geologie dieser teilweise unterirdischen Stadt – führt ein Korridor bergab, wo er mir sein niedriges Krankenhaus und die wenigen Betten zeigt, in denen ein kleines Mädchen weint, als Krankenschwestern einen Schnitt über ihrem Auge behandelten.

“Ich war in der Nacht mit meiner Familie im Keller meines Hauses dreihundert Meter von hier. Aber alle Ärzte wissen, was passiert ist. Es gab eine Menge Beschuss [von Regierungstruppen] und Flugzeuge kreisten die ganze Nacht über Duma – aber in dieser Nacht gab es Wind und riesige Staubwolken kamen in die Keller und Räume, in denen die Menschen lebten. Die Menschen, die hierher kamen, litten unter Hypoxie, Sauerstoffmangel. Dann rief jemand an der Tür, ein „Weißhelm“, „Gas!“ und die Panik begann. Leute fingen an, Wasser übereinander zu werfen. Ja, das Video wurde hier gedreht, es ist echt, aber was Sie sehen, sind Menschen, die an Hypoxie leiden – keine Gasvergiftung. ”

Seltsamerweise, nachdem ich mit mehr als 20 Leuten geplaudert hatte, konnte ich keinen finden, der das geringste Interesse an Dumas Rolle bei den westlichen Luftangriffen zeigte. Zwei haben mir tatsächlich gesagt, dass sie die Verbindung nicht kennen.

Aber es war eine seltsame Welt, in die ich kam. Zwei Männer, Hussam und Nazir Abu Aishe, sagten, sie wüssten nicht, wie viele Menschen in Duma getötet worden seien, obwohl dieser zugab, dass er einen Cousin hatte, der von Dschaisch al-Islam [der Armee des Islam] hingerichtet wurde, weil er angeblich „zu regimenah“ war. Sie zuckten mit den Schultern, als ich nach den 43 Leuten fragte, die bei dem berüchtigten Duma-Angriff gestorben sein sollen.

Die Weißhelme – die medizinischen Ersthelfer, die im Westen bereits legendär sind, aber einige interessante Stolpersteine in ihrer Geschichte aufweisen – spielten während der Schlachten eine vertraute Rolle. Sie werden teilweise vom [britischen] Außenministerium finanziert, und doch sind die meisten der lokalen Büros mit Männern aus Duma besetzt. Ich fand ihre zerstörten Büros unweit von Dr. Rahaibanis Klinik. Eine Gasmaske mit durchbohrter Gucköffnung wurde dort vor einem Essensbehälter zurückgelassen und in einem Raum lagen noch Haufen schmutziger Militärtarnuniformen. Speziell drapiert, habe ich mich gefragt? Ich bezweifle das. Der Platz war voll mit Kapseln, kaputten medizinischen Geräten und Akten, Bettwäsche und Matratzen.

Natürlich sollten wir auch ihre Seite der Geschichte hören, aber das wird hier nicht passieren. Eine Frau erzählte uns, dass jedes Mitglied der Weißhelme in Duma das Hauptquartier verlassen und sich dafür entschieden hat, zusammen mit den bewaffneten Gruppen die von der Regierung organisierten und von den Russen beschützten Busse in die Rebellenprovinz Idlib zu nehmen, als der endgültige Waffenstillstand vereinbart wurde. Es gab Essensstände und eine Patrouille von russischen Militärpolizisten – ein optionales Extra für jeden Waffenstillstand in Syrien – und niemand hatte sich offenbar die Mühe gemacht, das abschreckende islamistische Gefängnis in der Nähe des Märtyrerplatzes zu stürmen, wo die Opfer angeblich in den Kellern enthauptet wurden. Die Zivilpolizisten des syrischen Innenministeriums, die unheimliche militärische Kleidung tragen, werden von den Russen bewacht, die von den Zivilisten beobachtet werden können oder nicht. Wiederum wurden meine ernsten Fragen über Gas mit einer scheinbaren Ratlosigkeit beantwortet.

Wie kann es sein, dass Duma-Flüchtlinge, die bereits die Lager in der Türkei erreicht haben, einen Gasangriff beschreiben, an den sich heute niemand in Duma so recht erinnern kann? Mir kam in den Sinn, als ich mehr als eine Meile durch diese erbärmlichen Tunnel lief, dass die Bewohner von Douma so lange so isoliert voneinander lebten, dass “Nachrichten” in unserem Sinne des Wortes einfach eine andere Bedeutung für sie haben. Syrien ist keine Jeffersonsche Demokratie – wie ich es zynisch meinen arabischen Kollegen erzähle -, es ist in der Tat vielmehr eine rücksichtslose Diktatur. Aber das konnte diese Menschen nicht davon abhalten, glücklich darüber zu sein, einen Ausländer zu sehen und mit wenigen Worten der Wahrheit zu reagieren. Was erzählten sie mir?

Sie sprachen über die Islamisten, unter denen sie gelebt hatten. Sie sprachen darüber, wie die bewaffneten Gruppen sie aus ihren Häusern vertrieben haben, um den Bombenangriffen der syrischen Regierung und der Russen zu entgehen. Die Dschaisch al-Islam hatten ihre Büros vor ihrer Abreise niedergebrannt, aber die massiven Gebäude in den Sicherheitszonen, die sie geschaffen hatten, wurden fast alle durch Luftschläge dem Erdboden gleichgemacht. Ein syrischer Oberst, den ich hinter einem dieser Gebäude begegnete, fragte, ob ich sehen wolle, wie tief die Tunnel seien. Ich hielt nach gut einer Meile an, als er kryptisch bemerkte, dass “dieser Tunnel bis nach Großbritannien reichen könnte”. Ach ja, Frau May, erinnerte ich mich, deren Luftangriffe so eng mit diesem Ort von Tunneln und Staub verbunden waren. Und Gas?

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Daniel Ellsberg: Pentagon-Whistleblower backs Wikileaks

Gerd R. Rueger 08.12.2010  WL_Logo

Die folgende Erklärung wurde am Dezember 07.12.2010 vom Institute for Public Accuracy (IPA) sowie auf der Homepage des Pentagon-Paper-Whistleblowers Daniel Ellsberg (den Julian Assange am Anfang von Wikileaks als Patron des Projektes gewinnen wollte, was Ellsberg aber zunächst ablehnte) publiziert. Als Unterzeichner traten auf: Daniel Ellsberg, Frank Grevil, Katharine Gun, David MacMichael, Ray McGovern, Craig Murray, Coleen Rowley und Larry Wilkerson. Alle Unterzeichner sind mit den Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence verbunden.

Daniel Ellsberg hat die folgende  Erklärung auf seiner Website noch um eine dramatische Solidaritätsbekundung ergänzt:

EVERY attack now made on WikiLeaks and Julian Assange was made against me and the release of the Pentagon Papers at the time

WikiLeaks has teased the genie of transparency out of a very opaque bottle, and powerful forces in America, who thrive on secrecy, are trying desperately to stuff the genie back in. The people listed below this release would be pleased to shed light on these exciting new developments.

How far down the U.S. has slid can be seen, ironically enough, in a recent commentary in Pravda (that’s right, Russia’s Pravda): “What WikiLeaks has done is make people understand why so many Americans are politically apathetic … After all, the evils committed by those in power can be suffocating, and the sense of powerlessness that erupts can be paralyzing, especially when … government evildoers almost always get away with their crimes. …”

So shame on Barack Obama, Eric Holder, and all those who spew platitudes about integrity, justice and accountability while allowing war criminals and torturers to walk freely upon the earth. … the American people should be outraged that their government has transformed a nation with a reputation for freedom, justice, tolerance and respect for human rights into a backwater that revels in its criminality, cover-ups, injustices and hypocrisies.

Odd, isn’t it, that it takes a Pravda commentator to drive home the point that the Obama administration is on the wrong side of history. Most of our own media are demanding that WikiLeaks leader Julian Assange be hunted down — with some of the more bloodthirsty politicians calling for his murder. The corporate-and-government dominated media are apprehensive over the challenge that WikiLeaks presents. Perhaps deep down they know, as Dickens put it, “There is nothing so strong … as the simple truth.”

As part of their attempt to blacken WikiLeaks and Assange, pundit JAssangeBobbycommentary over the weekend has tried to portray Assange’s exposure of classified materials as very different from — and far less laudable than — what Daniel Ellsberg did in releasing the Pentagon Papers in 1971. Ellsberg strongly rejects the mantra “Pentagon Papers good; WikiLeaks material bad.” He continues: “That’s just a cover for people who don’t want to admit that they oppose any and all exposure of even the most misguided, secretive foreign policy. The truth is that EVERY attack now made on WikiLeaks and Julian Assange was made against me and the release of the Pentagon Papers at the time.”

Motivation? WikiLeaks’ reported source, Army Pvt. Bradley Manning, having watched Iraqi police abuses, and having read of similar and worse incidents in official messages, reportedly concluded, “I was actively involved in something that I was completely against.” Rather than simply go with the flow, Manning wrote: “I want people to see the truth … because without information you cannot make informed decisions as a public,” adding that he hoped to provoke worldwide discussion, debates, and reform.

There is nothing to suggest that WikiLeaks/Assange’s motives were any different. Granted, mothers are not the most impartial observers. Yet, given what we have seen of Assange’s behavior, there was the ring of truth in Assange’s mother’s recent remarks in an interview with an Australian newspaper. She put it this way: “Living by what you believe in and standing up for something is a good thing. … He sees what he is doing as a good thing in the world, fighting baddies, if you like.”

That may sound a bit quixotic, but Assange and his associates appear the opposite of benighted. Still, with the Pentagon PR man Geoff Morrell and even Attorney General Eric Holder making thinly disguised threats of extrajudicial steps, Assange may be in personal danger.

The media: again, the media is key. No one has said it better than Monseñor Romero of El Salvador, who just before he was assassinated 25 years ago warned, “The corruption of the press is part of our sad reality, and it reveals the complicity of the oligarchy.” Sadly, that is also true of the media situation in America today.

The big question is not whether Americans can “handle the truth.” We believe they can. The challenge is to make the truth available to them in a straightforward way so they can draw their own conclusions — an uphill battle given the dominance of the mainstream media, most of which have mounted a hateful campaign to discredit Assange and WikiLeaks.

So far, the question of whether Americans can “handle the truth” has been an academic rather than an experience-based one, because Americans have had very little access to the truth. Now, however, with the WikiLeaks disclosures, they do. Indeed, the classified messages from the Army and the State Department released by WikiLeaks are, quite literally, “ground truth.”

How to inform American citizens? As a step in that direction, on October 23 we “Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence” (see below) presented our annual award for integrity to Julian Assange. He accepted the honor “on behalf of our sources, without which WikiLeaks’ contributions are of no significance.” In presenting the award, we noted that many around the world are deeply indebted to truth-tellers like WikiLeaks and its sources.

Here is a brief footnote: Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence (SAAII) is a group of former CIA colleagues and other admirers of former intelligence analyst Sam Adams, who hold up his example as a model for those who would aspire to the courage to speak truth to power. (For more, please see here.)

Sam did speak truth to power on Vietnam, and in honoring his memory, SAAII confers an award each year to a truth-teller exemplifying Sam Adams’ courage, persistence, and devotion to truth — no matter the consequences. Previous recipients include:

-Coleen Rowley of the FBI
-Katharine Gun of British Intelligence
-Sibel Edmonds of the FBI
-Craig Murray, former UK ambassador to Uzbekistan
-Sam Provance, former Sgt., US Army
-Frank Grevil, Maj., Danish Army Intelligence
-Larry Wilkerson, Col., US Army (ret.)
-Julian Assange, WikiLeaks

“There is nothing concealed that will not be revealed, nothing hidden that will not be made known. Everything you have said in the dark will be heard in the daylight; what you have whispered in locked rooms will be proclaimed from the rooftops.”
– Luke 12:2-3

The following former awardees and other associates have signed the above statement; some are available for interviews:

DANIEL ELLSBERG
A former government analyst, Ellsberg leaked the Pentagon Papers, a secret government history of the Vietnam War to the New York Times and other newspapers in 1971. He was an admirer of Sam Adams when they were both working on Vietnam and in March 1968 disclosed to the New York Times some of Adams’ accurate analysis, helping head off reinforcement of 206,000 additional troops into South Vietnam and a widening of the war at that time to neighboring countries.

FRANK GREVIL
Grevil, a former Danish intelligence analyst, was imprisoned for giving the Danish press documents showing that Denmark’s Prime Minister (now NATO Secretary General) disregarded warnings that there was no authentic evidence of WMD in Iraq; in Copenhagen, Denmark.

KATHARINE GUN
Gun is a former British government employee who faced two years imprisonment in England for leaking a U.S. intelligence memo before the invasion of Iraq. The memo indicated that the U.S. had mounted a spying “surge” against U.N. Security Council delegations in early 2003 in an effort to win approval for an Iraq war resolution. The leaked memo — published by the British newspaper The Observer on March 2, 2003 — was big news in parts of the world, but almost ignored in the United States. The U.S. government then failed to obtain a U.N. resolution approving war, but still proceeded with the invasion.

DAVID MacMICHAEL
MacMichael is a former CIA analyst. He resigned in the 1980s when he came to the conclusion that the CIA was slanting intelligence on Central America for political reasons. He is a member of Veteran Intelligence Professionals for Sanity.

RAY McGOVERN
McGovern was a CIA analyst for 27 years, whose duties included preparing and briefing the President’s Daily Brief and chairing National Intelligence Estimates. He is on the Steering Group of Veteran Intelligence Professionals for Sanity.

CRAIG MURRAY
Murray, former UK ambassador to Uzbekistan, was fired from his job when he objected to Uzbeks being tortured to gain “intelligence” on “terrorists.” Upon receiving his Sam Adams award, Murray said, “I would rather die than let someone be tortured in an attempt to give me some increment of security.” Observers have noted that Murray was subjected to similar character assassination techniques as Julian Assange is now encountering to discredit him.

COLEEN ROWLEY
Rowley, a former FBI Special Agent and Division Counsel whose May 2002 memo described some of the FBI’s pre-9/11 failures, was named one of Time Magazine’s “Persons of the Year” in 2002. She recently co-wrote a Los Angeles Times op-ed titled, “WikiLeaks and 9/11: What if? Frustrated investigators might have chosen to leak information that their superiors bottled up, perhaps averting the terrorism attacks.”

LARRY WILKERSON
Wilkerson, Col., U.S. Army (ret.), former chief of staff to Secretary Colin Powell at the State Department, who criticized what he called the “Cheney-Rumsfeld cabal.” See recent interviews

For more information, contact at the Institute for Public Accuracy:
Sam Husseini, (202) 347-0020; or David Zupan, (541) 484-9167

http://www.accuracy.org/newsrelease.php?articleId=2404

http://www.ellsberg.net/archive/public-accuracy-press-release