Realitätsblase geplatzt: West-Machteliten geschockt von Trump

Hannes Süß usa_flag_shredd

Wie oft haben wir es gehört? Die im Internet, sagen gutbezahlte Soziologen, die mit ihren „Verschwörungstheorien“ hängen in  „Realitätsblasen“ fest. Dort kriegen sie nur Informationen, die ihre Meinungen bestätigen usw. Jetzt zeigt sich: Die von den Mainstream-Medien verbreitete Weltsicht ist selbst so eine Realitätsblase. Wie beim Brexit platzte sie beim Abgleich mit dem Wählerwillen. Die Machteliten sind geschockt. Trotz all ihrer meisterhaft ausgekochten Propaganda, all ihrer Lügen und Intrigen bekommen sie am Ende nicht genau das, was sie wollten. Eine Mehrheit glaubt ihnen nicht länger.

Dank Bildungsabbau und Dämonisierung abweichender Medien im Netz, weiß diese Mehrheit zwaruselect2016 nichts Genaues. Aber irgendwo gehört hat sie doch, dass viele Meldungen falsch sind, die ihnen täglich serviert werden. Das wird sich auch nicht ändern: ARD-Schönling Schönenborn lügt auch noch am Wahlmorgen unermüdlich -wenn auch mit Ringen unter den Augen- seine Heldin Hillary schön. Doch die hämisch-herablassenden Bemerkungen gegen Trump sind verschwunden. Nicht, dass ARD & ZDF jetzt endlich, wenigstens im Nachhinein mit der vollen Wahrheit herausrücken würden: Über Clintons Wahlbetrug am Konkurrenten Sanders, ihre heimliche Förderung Trumps -im überheblichen Irrglauben, mit dem Neuling leichtes Spiel zu haben- oder gar die mysteriösen Mord- und Todesfälle im Umfeld ihrer korrupten Parteizentrale im Zusammenhang mit den geleakten E-Mails. Aber ihre Realitätsblase, in die sich die Westblock-Machteliten fest eingesponnen hatten, ist geplatzt, die falschen Prognosen, die tendenziösen Analysen sind als Tendenzgeschwätz und Zwecklügen entlarvt. Trump hat gewonnen.

Nur eins sickert langsam, mühsam ins verblasene Elite-Bewusstsein: Es gibt ja tatsächlich Elend und Armut auch bei uns im stinkreichen Westen! Bislang herrschte Totschweigen, Leugnen oder zynisches Abwiegeln: „In Afrika sind die Armen doch viel ärmer! Die sollen mal froh sein über Hartz IV oder Obama Care!“ Doch nun haben trotz täglicher TV-Hirnwäsche diese Verelendeten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht -Skandal! Leider hatten sie keinen wirklichen Kandidaten, aber sie konnten den piefigen Schnöseln wenigstens in den Kaviar spucken und den Außenseiter wählen. Denn am Ende waren es die verarmten Industriestaaten im Norden der USA, der Rost-Belt -ehemals Demokraten-Gebiet, die den Ausschlag für Trump gaben.

Ohio, Michigan und Wisconsin wählten mehrheitlich Trump. Was früher der wirtschaftliche Motortrump der USA war steht symbolisch für den Abstieg der alten Industriemacht USA. Hier hat man vom Wirtschaftswachstum der Obama-Ära nichts mitbekommen. Im Gegenteil. Hier sind die USA das Land der Hoffnungslosen. Die Demokraten haben spiegelbildlich in den Staaten besonders gepunktet, in denen die USA ein modernes Land sind, in denen die Absolventen der teuren Elite-Universitäten Unternehmen gründen und der Technologie- und Dienstleistungssektor seine Zentren hat. Hier ist macht man sich mehr Gedanken über LGBT-Rechte und politische Korrektheit als über Chancengleichheit und kümmert sich schon gar nicht um soziale Gerechtigkeit (ein paar karitative Spenden vielleicht ausgenommen). Umverteilung von Armen zu Reichen -gerne! So ist der Markt! Umverteilung von Reich zu Arm? Kreisch! Kommunisten! Trump wird wohl ebenso wenig für die Verarmten tun wie die Wall Street-Mafia der Demokraten. Aber vermutlich nicht viel weniger -weil das kaum möglich ist.

Die Präsidentschaftswahl ist somit auch ein Zeichen eines Landes, das in zwei Teile zerbricht, das förmlich zerrissen ist. Die Zahl der Verlierer ist jedoch deutlich größer als die Zahl der Gewinner und so ist es eigentlich kein Wunder, dass man mit einem clintonschen „Weiter so! Wir schaffen das!“ nicht schon wieder durchmarschieren kann. Die Schwarzen, für Obama eine sichere Bank, das kommt dazu, waren von Obama und seiner Abwiegelei bei Polizei-Verbrechen gegen Schwarze, wohl nicht begeistert. Warum sollten sie eine Weiße wählen, mit der erst Recht keine Besserung zu erwarten wäre? Sie blieben zu Hause -sollen die Käseköppe ihren Mist alleine machen. Kann ein Trump wirklich noch weniger für sie tun als ein Strahlemann Obama, der sich nur für die 1% der schwarzen Winner verantwortlich fühlte, aber kaum für die verarmte Masse. Nun gut, Obama Care, die mickrige Gesundheitsversorgung -die nicht an europäische Systeme heranreicht, weil Obama ja lieber Hunderte Milliarden in großmannssüchtige Mega-Aufrüstung pumpen wollte. Die wird leiden. Vielleicht besinnen sich die in die Opposition gehenden Demokraten jetzt aber endlich wieder auf solche Projekte, die den Menschen wirklich helfen.

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CIA: Wahlsieg in Caracas

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Wahlverlierer Maduro

Galindo Gaznate 

In einer der wohl intensivsten false-flag-operations der CIA-Geschichte gelang der demokratisch legitimierte Umsturz in Venezuela: Die Rechtsparteien-Koalition MUD siegte. Vorangegangen waren Jahre von Terror, Putschversuchen, Sabotage und Wirtschaftskrieg der USA gegen das verhasste sozialistische Ölland. Nach den Zahlen der Wahlbehörde kam das aus mehr als 20 Parteien bestehende Rechts-Bündnis MUD auf 107 der 167 Mandate in der Nationalversammlung. Der sozialistische Regierungsblock brach auf 55 Sitze ein, drei weitere gingen an indigene Vertreter. Maduro und Chavez hatten den massiven Einmischungen der Supermacht USA lange standgehalten.

Nach der Niederlage hat Präsident Nicolás Maduro die Opposition davor gewarnt, Sozialreformen rückgängig machen zu wollen. Das oppositionelle Wahlbündnis MUD strebe eine »Wiederherstellung des rechten Neoliberalismus« an, sagte er am Montag abend (Ortszeit) in Caracas. Die Abstimmung, zu der insgesamt 19,5 Millionen Menschen aufgerufen waren, verlief friedlich, zu größeren Unregelmäßigkeiten war es nicht gekommen. Erstmals nach siebzehn Jahren haben die Sozialisten die Mehrheit in der Nationalversammlung verloren.

Die Terroraktionen der letzten Jahre (Terror gegen Gesundheitszentren) hatten das Land destabilisiert, Sabotage und Wirtschaftskrieg die Ökonomie untergraben -der durch die Flagge VenezuelasFracking-Ölschwemme aus den USA bedingte Ölpreisverfall war dabei der härteste Schlag gegen Maduro, obwohl er wohl hauptsächlich auf das in Washington ebenfalls verhasste Moskau gezielt war. Doch in Venezuela, dessen Grenzen sich -anders etwa auf Kuba- nicht gegen einsickernde CIA-Söldner schließen lassen, gab es vermutlich weitere klassische Störmanöver: Kofferweise eingeschlepptes High-Tech-Falschgeld, nicht von echtem zu unterscheiden, wurde zum Ankauf von Bedarfsgütern verwendet. Nach deren Verschiebung an kolumbianische CIA-Drogenkartelle bzw. Vernichtung in Venezuela selbst, bei zu wertlosen Gütern, ließ sich so leicht ein Mangelzustand erzeugen. Diese CIA-Taktik wurde im Laufe der Jahre perfektioniert: In Nicaragua hatte man noch per Flugblatt aufgerufen, das von den sozialistischen Sandinisten drastisch verbilligte Trinkwasser einfach einfach durch aufgedrehte Wasserhähne ablaufen zu lassen, um Wassermangel zu erzeugen. In Venezuela ging die CIA vorsichtiger vor und konnte nicht erwischt werden -auch weil sie CNN vorschicken konnte.

Das Regierungslager gibt sich trotz des katastrophalen Ergebnisses weiterhin kampfbewusst. PSUV-Kampagnenchef Jorge Rodríguez warnte die Opposition, die Sozialreformen der „bolivarischen Revolution“ zurückzudrehen. „Sie sagen, sie wollen das Arbeitsrecht kippen, sollen sie es mal versuchen“, sagte er. „Und sie sagen, sie seien gegen das Gesetz für faire Preise, sollen sie es mal versuchen.“ Maduro, der seit Amtsantritt unter Propagandabeschuss der USA und Westmedien stand, kündigte eine Debatte über die Gründe für das Wahldebakel an. Leider muss man zugeben, dass er als Chavez-Nachfolger wohl nicht die beste Wahl war. Es fehlt ihm an Hirn und Charisma.

Ihren Sieg hat die faschistische bis rechtspopulistische MUD weniger der eigenen Attraktivität zu verdanken, meinen daher viele, als vielmehr der Unfähigkeit der Regierung Maduros. Dieser die „rote Karte“ zu zeigen, dürfte die treibende Motivation vieler Venezolaner gewesen sein. Dafür spricht die außerordentlich hohe Wahlbeteiligung von knapp 75 Prozent. Demnach sind viele ehemalige Wähler des sozialistischen Lagers nicht einfach den Wahlurnen fern geblieben, sondern haben die Gelegenheit genutzt, gegen die Politik der Regierung zu stimmen. Vielleicht führt die Niederlage ja auch zu personellen Veränderungen an der Spitze der Chavisten.

Ecuador: Deutlicher Sieg von Sozialist Rafael Correa

Galindo Gaznate 18.1.2013 ecuador-flag-svg1

Quito. Ecuadors amtierender Präsident, der Sozialist Rafael Correa, siegte bei der gestrigen Präsidentschaftswahl mit ca. 57 Prozent. Sein Hauptkontrahent, der Bankier Guillermo Lasso, kam auf ca. 23 Prozent. Sollten die Zahlen Bestand haben, wird eine Stichwahl sogar überflüssig. Erstmals in der Geschichte Ecuadors wäre dann ein Präsident zum dritten Mal wiedergewählt worden. Entgegen hetzerischer Berichte gegen Correa in den westlichen Mainstream-Medien hat sich der Sozialismus der kleinen Andenrepublik offensichtlich stabilisiert. Der wiedergewählte Correa hat eine „schnelle Lösung“ im Streit um den Wikileaks-Gründer Julian Assange gefordert, der in der Londoner Botschaft von Ecuador Zuflucht gesucht hat. „Das ist eine diplomatische Situation, die so schnell wie möglich gelöst werden muss“, sagte Correa nach der Wahl in Quito: Das Schicksal von Assange liege „in den Händen Europas“, so futurezone.

Asyl für Julian Assange

Ecuador wurde nach dem Asyl für Wikileaksgründer Assange zum Zentrum einer anti-kolonialistischen Bewegung von Lateinamerikanern gegen London. Die britischen Rechtspopulisten hatten dem kleinen Land in alter Kanonenboot-Manier mit einer Stürmung der Botschaft gedroht: Ein Verhalten jenseits von Diplomatie und Völkerrecht, wie Westmedien es sonst nur sogenannten Schurkenstaaten zuschreiben.

Assange-Freund Correa sitzt jetzt fest im Sattel: Die publizierten Prozentwerte basieren auf einer Schnellauszählung  unter Beteiligung von Beobachtern der verschiedenen Parteien und z.T. von internationalen Wahlbeobachtern. Die Wahlbeteiligung lag mit 74 Prozent leicht unter dem Niveau der letzten Abstimmungen. Rafael Correa trat um 23.00 (Ortszeit) vor den zahlreichen feiernden Anhängern in Quito auf. In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Sender Telesur erklärte Correa, dass jetzt die Bürgerrevolution vertieft werden könne, außerdem hoffe er auf eine Mehrheit in der Nationalversammlung, amerika21.

Das Erdöl-Land Ecuador ist eine Republik im Nordwesten Südamerikas zwischen Kolumbien und Peru und hat etwa 15 Millionen Einwohner. Die im Andenhochland auf 2850 Metern Höhe gelegene Hauptstadt heißt Quito, die größte Stadt Guayaquil liegt in der Pazifikküsten-Ebene. Der Sozialist Rafael Correa ist seit 2007 Präsident Ecuadors, er wurde 2009 zum ersten Mal wiedergewählt und seine sozialistische Politik erhielt gestern eine überwältigende Bestätigung durch das Volk der kleinen Andenrepublik.

Correa stellt sich offen gegen eine neoliberale Wirtschaftspolitik und arbeitet eng mit anderen sozialistischen Ländern wie Kuba, Bolivien und Venezuela unter  Hugo Chávez  zusammen. Es gelang Correa, das zuvor unter Rechten auf US-Kurs gehaltene und dadurch instabile Ecuador zu festigen und die neoliberale Ungerechtigkeit zu bewältigen.

Im November 2006 hatte Rafael Correa eine Stichwahl um das Präsidentenamt schon einmal mit fast 57 Prozent gewonnen, doch seine Partei, Alianza PAIS, erreichte zu diesem Zeitpunkt noch keine Mehrheit im Parlament. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 83 Prozent.

In seiner ersten Amtszeit konzentrierte sich Correa auf die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung. Nach der Annahme einer neuen Verfassung in einem Referendum 2008 (Zustimmung von 64 Prozent) wurde er im April 2009 erneut zum Präsidenten gewählt, mit nur noch 52 Prozent der Wählerstimmen. Jetzt, vier Jahre später kann der Sozialist offenbar wieder zulegen.

Sozialismus in den Anden

Rafael Correa bei Bekanntgabe der ersten Wahlergebnisse

Rafael Correa Wahlsieg 2013

Rafael Correa kann nun seine sozialistische Agenda weiter voranbringen. In den vergangenen sechs Jahren hatte er den Sozialetat deutlich erhöht und endlich auch den vielen armen Ecuadorianern den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen ermöglicht. Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa 2010 neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den Bodenschätzen des Landes sicherten. Der Sozialist setzte sich auch für die Umwelt seines Landes ein und bewies der westlichen Öffentlichkeit, dass Lateinamerikaner ihre Reichtümer sehr wohl selbst verwalten können -was westliche Medien ihm ebensowenig verzeihen können, wie sein Asyl für Julian Assange in der Londoner Botschaft des Landes.

Rechtspopulistische Kritiker werfen dem Freund des venezolanischen Sozialisten Hugo Chavez natürlich in stereotyper Propaganda vor, „Investoren“ aus dem Land zu vergraulen und gegnerische Stimmen zu unterdrücken. Die Bevölkerung Ecuadors hat sich gestern entschieden, diese Parolen nicht zu glauben. Die angeblichen „Investoren“ erwiesen sich allzu lange als Ausbeuter, Plünderer, Diebe und Mörder und die angeblichen „gegnerischen Stimmen“ zeigten sich als korrupte Journaille im Dienste ausländischer Kapitalisten.

Gerade auch deutsche Mainstream-Medien wie ARD  oder das Assange_(Norway,_March_2010)Bertelsmann-Blatt „Spiegel“ und sogar Wikipedia hetzen gegen das sozialistische Ecuador. Vor allem das Asyl für Wikileaksgründer Julian Assange hatte die kriecherische Journaille gegen Ecuador aufgebracht. Können solche „Journalisten“, die im Dienste ihrer reichen Medienbosse lügen und verzerren, wohl noch in den Spiegel schauen? So kam es im Verlauf der Wikileaks-Affäre zu einer deutschen Hexenjagd auch auf Rafael Correa. Unsere angeblich „freien Medien“ (hier FAZ, ZEIT und WELT) zeigten sich dabei wieder einmal als hörige Organe der westlichen Geld- und Machteliten (in Russland nennen sie derartige „Eliten“ Oligarchen). Nur eine weite Verbreitung von Blogs wie JasminRevolution und anderen wirklich unabhängigen Netzmedien kann die manipulierende Medienwalze der Großkonzerne korrigieren. Vernetzt euch!

Assange in den Senat: Australier gegen US-Lakaien

Gerd R. Rueger 06.02.2013 Flagge Australiens

Julian Assange wird für die Senatswahlen in Australien am 14.09.2013 mit einer Wikileaks-Partei antreten. Bislang steht die Gründung der Partei noch aus, aber die Mutter des Australiers Assange sieht ihren Sohn schon jetzt als Vorkämpfer gegen die US-Lakaien in der australischen Politik, meldet Firstpost India.

Australien (Australien)

NSW und Victoria
sind Bundesstaaten im
Südosten Australiens

Probleme mit dem australischen Wahlrecht, wie sie Anne Twomey, Professorin für constitutional law an der University of Sydney Law School, befürchtete, scheinen überwindbar. In New Southwales (NSW) werden Assange bessere Wahlchancen eingeräumt als in seiner Heimat Victoria -wohl hauptsächlich auf Kosten der Wählerstimmen für die Down-under-Ökopartei.

Seit 24.06.2010 regiert die Australian Labor Party mit Premierministerin Julia Gillard in Canberra. Sie löste damit Kevin Rudd als Chef des Australischen Bundes ab, der zuvor vom Amt des Regierungschefs und Parteivorsitzenden zurücktreten musste, da er keine Unterstützung mehr in seiner Partei besaß. Gillard kündigte bei ihrem Amtsantritt Neuwahlen an, die am 21. 08.2010 stattfanden. Die Parlamentswahlen führten fast zu einer Patt-Situation zwischen der schlingernden Labor Party einerseits und der National-Liberalen Koalition andererseits. Nur mit Hilfe von einigen unabhängigen und grünen Abgeordneten verfügt die Labor-Regierung derzeit über eine knappe Mehrheit. Bundesstaaten und Territorien Australiens sind mit Ausnahme West-Australiens ebenfalls Labor-regiert.

Am 24.09.2013 wird nun das Parlament neu gewählt, obwohl in den aktuellen Umfragen das rechte Lager um Oppositionsführer Tony Abbott führt. Das Manöver erinnert an die von SPD-Kanzler Schröder (heute Gasprom-Manager) ausgerufenen Neuwahlen, die Angela Merkel an die Macht brachten. Abbott kündigte an, die Kohlen- und Minensteuer rückgängig zu machen, die Gillard einführen will. Neben dieser Steuer steht eine CO2-Steuer zur Debatte, die vor allem von den Grünen gefordert wird -im eher wenig ökobewussten Australien sind dies heikle Themen.

Assange_(Norway,_March_2010)

Wahlkämpfer Assange

Für die Wikileaks-Partei gilt es jetzt noch, die im Minimum nötigen 500 eingetragenen Parteimitglieder zu sammeln. Trotz weiter zunehmender Anti-Assange-Propaganda im angelsächsischen Raum dürfte dies kaum ein Problem darstellen. Die Wählbarkeit des Wikileaks-Gründers scheint inzwischen ebenfalls gesichert: Julian Assange hat per Twitter bestätigt, dass er mit der Wikileaks-Partei zur Wahl antritt -mit Link auf die australische Verfassung. Mit der Bestätigung eines Antretens von Assange wird eine Ankündigung aus der Weihnachtsansprache von Julian Assange in die Tat umgesetzt.

And the Winner is: Rotgrün

Gerd R. Rueger 21.01.2013

Hannover. Nach spannendem Endspurt zwischen Pest und Cholera liegt im amtlichen Endergebnis Rotgrün mit gut 46 % vor Schwarzgelb mit nur 45,9%. Das Siegerlager SPD/Grüne folgte dabei der Strategie der Banken im Finanz-Raubzug: Langjährig aufgebautes Vertrauen ausbeuten. Im Vorfeld der Wahl wurden Linke und Piraten von den Medien konsequent runtergemacht. Vor allem für die Piraten kam das als Schock: in Umfragen wurden sie für diese Wahl mit 9% gehandelt. Der Medien-Hype-Jojo-Effekt hat zugeschlagen.

NiederS_wahl2013

Im Piratenblatt Flaschenpost mahnte Pirat Michael Renner eine Rückkehr zur Debatte der piratigen Inhalte des Programms an und distanzierte sich von infantilen Hacker-Scherzen gegen politische Gegner auf den NDR-Wetterseiten:

„Als infantil outeten sich Anhänger (?) der Piraten, als per Cross-Site-Scripting (XSS) eine gefälschte Meldung auf den Wetter-Seiten des NDR platzierten: Die FDP hätte Meinungsforschungsinsititute bestochen um Umfrageergebnisse der FDP und der CDU höher zu bewerten, die der Piraten um 3% niedriger auszuweisen. Auch wenn nicht klar ist, wer hier aus dem Scriptbaukasten für Heranwachsende seine Fähigkeiten unter Beweis stellte: Wir Piraten wollen wegen unseres Programms gewählt werden. Nicht, weil Falschmeldungen über andere Parteien verbreitet werden. Wir haben ein Programm, für dieses bitten wir die Wähler um ihre Stimme.“

FDP-Piraten_NDRfake

Einen Vorsprung an Medienkompetenz haben die Piraten-Skriptkids mit ihrem NDR-FDP-Hack zwar bewiesen, aber kaum Beachtung für die Piraten erzeugt und eher Wähler abgeschreckt.

Nun kann vermutlich in Hannover ein Revival der rotgrünen Politik stattfinden und im Bundesrat steht Merkels Schwarzgelb jetzt vor einer feindlichen Mehrheit, die ihr manches Ding verhageln wird: Schlecht ins Bundestags-Wahljahr gestartet.

Für die Menschen in unserem Land und in Europa ist dies jedoch ein zweifelhafter Sieg, denn Rotgrün hat sich lange von sozialen und demokratischen Werten entfernt. Auch Ökologie scheint nur noch ein Markenimage der Grünen zu sein -immerhin propagandistisch noch erfolgreicher im Polit-PR als das soziale Gefasel der SPD, das kaum noch jemand glauben mag.

Mit Bilderberger Steinbrück an der Spitze steht die SPD vor allem für ein politisches Dogma: Die Linkspartei von der Macht fernhalten, solange es geht. Denn die Linken sind die einzigen im politischen Spektrum, die den Geldeliten der Bilderberger-Sponsoren ernsthaft an die Geldbörse gehen wollen. Eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums mit aller Gewalt zu verhindern, ist oberstes Ziel aller Bilderberger-Medien, -Parteien und Persönlichkeiten im Land. Darum wird bei Debatten über Machtkonstellationen die Option Rot-Rotgrün auch verbissen totgeschwiegen, inzwischen ohne jede Begründung. Anfangs wurde Rot-Rotgrün noch mit der dümmlichen Behauptung für unmöglich erklärt, Oskar Lafontaine sei der Erzbösewicht-Verräter für die ganze SPD immerdar. Nach Lafontaines Abtritt von der politischen Bühne griff man auf abgeschmackte DDR-, Stasi- und Antikommunismus-Beschuldigungen zurück. Heute ist unter dem Medien-Trommelfeuer auf die deutschen Hirne die Option Rot-Rotgrün bereits als Tabu fest eingebrannt, wie es scheint.

Bilderberger, Banken und SPD -wie hängt das zusammen? New Labour unter Blair/Schröder hat in ihrer Politik im Prinzip dasselbe getan, wie die Banken: Die Banken haben in ihren großen Wellen der globalen Abzocke vor allem eines ausgebeutet: Das Vertrauen, das die Menschen ihnen nach jahrzehnten zufriedenstellender Arbeit entgegen brachten. Neoliberalismus heißt Raubkapitalismus und dem Räuber ist sein guter Ruf schnurzegal. Er grapscht sich unter der Maske des Biedermanns, was er kriegen kann. Sozis, Labour und in ihrer Nachfolge viele Linke und „Sozialisten“ Europas taten das Gleiche in der Politik. Sie haben die Finanzwelt dereguliert, besonders in Deutschland Rotgrün, aber auch Blair und in den USA Clinton (nicht, dass der als Sozi gelten könnte -aber man glaubte die US-Reps doch einer gnadenlosen Ausbeuterpolitik etwas näher als die US-Demokraten).

Wie der ehedem seriöse Banker seine altgedienten Bankkunden mit Lehmann-Zertifikaten usw. abzockte, so zocken neoliberale „Linke“ ihre Wähler ab, also die Menschen, die ihnen vertrauten. In Deutschland wählt die SPD weiterhin die Oma, die das immer tat, aber auch der Onkel Facharbeiter. Der Facharbeiter tut dies, obwohl er eigentlich schlau genug sein müsste, zu erkennen, dass sein Lebensstandard sinkt -auch dank Agenda2010 ff. Er gehört zur breiten Mittelschicht, von der das Geld der parasitäteren obersten 10% der Einkommenspyramide stammt. Aber er wird bedroht mit dem Abstieg in Hartz IV, glaubt zurecht, die Rechten würden ihn noch tiefer fallen lassen und hat ja einen perversen Gewinn dabei: Er steht noch weit besser da, als viele der unteren 50%. So kann der Herr Facharbeiter-SPD-Wähler mit seinem selbstverschuldet fallenendem Einkommen immerhin noch auf die breite Masse der prekär Schuftenden herabschauen. Und die Damen und Herren Pseudo-Linke, Labour, SPD, Grüne & Co laben sich an ihrem Anteil der Beute in einer sich ausbreitenden „Postdemokratie“. Die nächste Drehung der totalitären Politschraube führt vom pseudo-sozialen New Labour (hierzulande: Rotgrün) direkt in den braunen Neorassismus -Ungarn hat es vorgemacht.