Netz-Attacken: Anonymous contra GEMA

Gerd R. Rueger 04.02.2013 Logo der GEMA

Die DDoS-Demo gegen die Homepage der GEMA ist vorbei. Anonymous-Aktivisten hatten zum Protest aufgerufen. Die Webseite der Verwertungsgesellschaft Gema war tagelang nicht zu erreichen. Laut einem YouTube-Video übernimmt Anonymous die Verantwortung für die Attacke und nennt darin als aktuellen Anlass den Streit zwischen YouTube und der Gema. Ob die Rechte-Verwerter was daraus gelernt haben?

Der Sprecher von Anonymous: Nicht zu erreichen.

Ihre drastischen Preiserhöhungen haben 2012 für Proteste von Tanzclubs gesorgt, aber auch die Querelen mit Netzmedien nehmen zu, etwa mit Youtube: Seit einigen Jahren dauert der Streit zwischen den beiden Parteien bereits an, in dem die GEMA Youtube juristisch zur Sperre von Musikwerk-Beiträgen zwang. Die GEMA will jetzt mit ihrer Klage erzwingen, dass YouTube in den genervten Nutzern gezeigten Sperrtafeln die GEMA

CC-BY-NC-SA Steve Wheeler

nicht mehr als treibende Kraft hinter der Blockade nennen darf.

Die GEMA jammert dabei, dass YouTube mit der wahrheitsgemäßen Information über die miesen Machenschaften der GEMA der GEMA ein schlechtes Image verpassen will. Die angeblich nur willkürlichen eingeblendeten Sperrtafeln bei den Nutzern von YouTube seien rechtlich zu beanstanden. Dabei behauptet die GEMA, dass YouTube angeblich viel mehr Videos sperrt, als eigentlich verlangt wird. Könnte das etwas mit der wildgewordenen Rechtsabteilung der GEMA zu tun haben, die alles verklagt was nicht bei drei auf dem Baum sitzt?

Wenn das der Führer wüsste! Die braunen Wurzeln der GEMA

Von Verwertern verkannter Künstler

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist seit 1933 die staatlich legitimierte Urheberrechte-Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland für sogenannte „Musikwerke“ zuständig ist. Der von damaligen Verwertern verkannte österreichische Kunstmaler Adolf Hitler sorgte kurz nach seiner sog. Machtergreifung für die armen Künstler -natürlich nur soweit sie nach der kruden Rassenlehre „arisch“ waren. Abgesehen vom Rassenwahn war das damals nicht die übelste Idee der Nazis, aber heute ist das Verwerter-System total überholt und muss schnellstens durch neue Ansätze zu einer offenen Netzkultur ersetzt werden. Dagegen stehen jedoch mächtige Verwerter-Interessen vor allem des Big Mediabiz, allen voran Bertelsmann, die aber aus Imagegründen GEMA & Co. in die vorderste Linie schicken… Ob die Netzgemeinde darauf hereinfällt? Anonymous wohl nicht -immerhin verteidigten Hacktivisten unter diesem Namen bereits Wikileaks gegen die Finanzmafia (Operation Payback)… und wandten sich kritisch gegen Wikileaks, in der Paywall-Krise, was jedoch trotz viel Lärm der Mainstream-Medien nicht zum Bruch von Anons und Assange führte.

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